Schlaumeierei im Basler Wahlkampf - Plakate auf Baselbieter Boden

Wildes Plakatieren im Baselbiet ist grundsätzlich gestattet. Nicht so im Kanton Basel-Stadt. Diesen Unterschied der Gesetze nützt nun ein Nationalratskandidat aus. Der Grenze entlang wirbt er bereits auf Baselbieter Boden für seine Kandidatur in der Stadt.

Christian Egeler

Bildlegende: FDP-Nationalratskandidat Christian Egeler macht nicht nur im Grossratssaal Wahlwerbung. Keystone

Christian Egeler (FDP) ist bekennender Fusionsbefürworter der beiden Basel. Im Wahlkampf für einen Nationalratssitz kommt ihm nun die politische Kleinräumigkeit entgegen. «Die Grenze zwischen dem Kanton Baselland und Basel - Stadt verläuft zum Teil quer durch Rabatten und Strassen.» Viele dieser Plätze und Orte würden als Teil der Stadt wahrgenommen.

«Ich möchte die Pendlerinnen und Pendler ansprechen»

Die Gesetze für das Plakatieren an diesen Orten werden aber in Liestal gemacht. Und diesen Vorteil nutzt Christian Egeler nun aus. «Ich möchte die Pendlerinnen und Pendler ansprechen, die hier mit dem Fahrrad, zu Fuss oder mit dem Auto die Grenze passieren.»

Die Plakate sind nicht weiter als ein paar Meter von der Grenze entfernt. Oft stehen sie alleine in einer Rabatte oder sind an einem Zaun befestigt. Sie heben sich ab von den «Plakattürmen» der Baselbieter Nationalratskandidaten, die im Moment das Strassenbild auf der Landschaft prägen.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)