Claude Janiak will ein unabhängiger Baselbieter Ständerat sein

Seit acht Jahren ist der Baselbieter Sitz im Stöckli in linker Hand. Bei den Wahlen am 18. Oktober hat Claude Janiak mit dem freisinnigen Christoph Buser einen starken Gegner. Dennoch gibt er sich optimistisch.

Claude Janiak im Ständerat

Bildlegende: Claude Janiak will nochmals nach Bern. Keystone

«Claude Janiak ist 67 Jahre alt - und das ist gut so», eröffnete SP-Altregierungsrat Peter Schmid die Medienkonferenz, mit der die Linken den Startschuss gaben zum Ständeratswahlkampf. Damit wollte er gleich zu Beginn jenes Thema aufs Tapet bringen, das Claude Janiak am häufigsten als Kritik ausgelegt wird: sein Alter.

Claude Janiak selber betonte, er sei noch voller Energie. Falls er im Oktober gewählt werde, dann bleibe er die ganzen vier Jahre der kommenden Amtszeit im Ständerat. Er habe nicht vor, vorzeitig zurückzutreten. Zumal in den kommenden Jahren im Ständerat wichtige Geschäfte behandelt würden, die er gerne beenden würde.

Unabhängigkeit als Wahlkampf-Motto

An der Medienkonferenz betonte Claude Janiak, dass er ein unabhängiger Kopf sei. Auch seine Unterstützer, die Parteipräsidenten von SP, Grünen und EVP beschrieben Claude Janiak als einen Politiker, «der nicht am Gängelband eines Verbandes ist».

Die Botschaft, die Claude Janiak und seine Entourage damit aussandten, war klar. Zwar fiel der Name von Janiaks grösstem Gegner, dem FDP-Kandidaten Christoph Buser, nicht. Aber mit der Betonung von Claude Janiaks Unabhängigkeit, unterstellen die Linken letztlich seinem Gegner, dass dieser eben gerade nicht unabhängig sei. Christoph Buser ist Direktor der Baselbieter Wirtschaftskammer.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)