Berner Ständeratswahl verspricht Spannung

Die beiden bisherigen Ständeräte, Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP), werden von neun Kandidatinnen und Kandidaten herausgefordert. Die beiden Bisherigen sind dabei im Vorteil. Albert Rösti (SVP) gilt als aussichtsreichster Herausforderer. Es zeichnet sich ein zweiter Wahlgang ab.

Seit 2003 kommen nicht mehr beide Ständeräte des Kantons Bern aus dem bürgerlichen Lager. Damals wurde überraschend Simonetta Sommaruga (SP) Ständerätin - Christine Beerli (FDP) wurde nach 12 Jahren abgewählt. Der Angriff der FDP auf einen Ständeratssitz ist seither gescheitert.

2011 wurde Hans Stöckli (SP) für Simonetta Sommaruga in den Ständerat gewählt, er überholte im zweiten Wahlgang Adrian Amstutz (SVP). Werner Luginbühl (BDP) ist seit acht Jahren in der kleinen Kammer.

Es treten 11 Kandidatinnen und Kandidaten zu den Ständeratswahlen im Herbst an. Bei den Wahlen vor vier Jahren waren es neun Kandidaten.

Die Kandidaten

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      Bildlegende: Werner Luginbühl Keystone

      Werner Luginbühl, BDP

      Die bernische BDP war bei den letzten kantonalen Wahlen die grosse Verliererin. Werner Luginbühl soll der Partei nun als Zugpferd dienen. Luginbühl wurde 2011 mit einem Glanzresultat wieder gewählt. Er gilt als stiller, konstruktiver Schaffer.

      Das Porträt von Werner Luginbühl

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      Bildlegende: Hans Stöckli Keystone

      Hans Stöckli, SP

      20 Jahre war Hans Stöckli Stadtpräsident von Biel. Von 2004 bis 2011 sass er im Nationalrat, nun politisiert der erfahrene Politiker seit vier Jahren im Ständerat. Der gemässigte SP-Politiker hat 2011 auch in der Mitte Stimmen geholt und so Adrian Amstutz (SVP) im zweiten Wahlgang geschlagen.

      Das Porträt von Hans Stöckli

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      Bildlegende: Claudine Esseiva Keystone

      Claudine Esseiva, FDP

      Die junge Geschäftsführerin der Liberalen Frauen Schweiz kandidierte vor vier Jahren noch für den Kanton Freiburg für einen Nationalratssitz. Die Chancen, dass die FDP mit der Nomination Esseivas den Sprung ins Stöckli schafft, sind gering.

      Das Porträt von Claudine Esseiva

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      Bildlegende: Jürg Grossen Keystone

      Jürg Grossen, GLP

      Die GLP hat vor vier Jahren mit Jürg Grossen und Kathrin Bertschy auf Anhieb zwei Nationalratssitze ergattert. Nun will Grossen in den Ständerat. Der Unternehmer ist aber in den letzten vier Jahren nicht gross in Erscheinung getreten, seine Wahlchancen sind gering.

      Das Porträt von Jürg Grossen

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      Bildlegende: Christine Häsler zvg

      Christine Häsler, Grüne

      Ab Mitte Juni sitzt Christine Häsler im Nationalrat. Sie rutscht für den zurücktretenden Alec von Graffenried nach. Bisher hat sich Häsler als Politikerin im Kantonsparlament einen Namen gemacht. Die Oberländerin ist Teil der «Landstrategie» der Partei, ihre Wahlchancen sind gering.

      Das Porträt von Christine Häsler

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      Bildlegende: Albert Rösti Keystone

      Albert Rösti, SVP

      Der Wahlkampfleiter der SVP Schweiz ist ein viel beschäftigter Politiker. Seit vier Jahren ist Albert Rösti Nationalrat, seit 2014 Gemeindepräsident von Uetendorf. Er gilt als gemässigter SVP-Politiker.

      Das Porträt von Albert Rösti

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      Bildlegende: Marianne Streiff Keystone

      Marianne Streiff, EVP

      Seit 2010 politisiert Streiff im Nationalrat, zuvor war sie zwölf Jahre Grossrätin. Vor allem ihr Anliegen, die Prostitution zu verbieten, gab zu reden. Streiff hat kaum Wahlchancen.

      Das Porträt von Marianne Streiff

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr