Die bürgerlichen Parteien kannten im Wahlkampf keine Sommerferien

In rund zwei Monaten wählt die Schweiz einen neuen Nationalrat und einen neuen Ständerat. Während in den letzten Wochen viele ihre Sommerferien am Strand oder in den Bergen verbrachten, stellten vor allem bürgerliche Politikerinnen und Politiker im Kanton Bern bereits auf Wahlkampfmodus.

Die SVP scheint im Wahlkampf 2015 keine Sommerferien gemacht zu haben. Auf Plakatwänden entlang der Hauptstrasse oder in den Bahnhöfen machen ihre Kandidatinnen und Kandidaten bereits zwei bis drei Monate vor den Wahlen auf sich aufmerksam.

Die Wahlbeobachter des «Regionaljournals Bern Freiburg Wallis» haben auch entdeckt, dass die bürgerlichen Kandidaten auf dem Land kaum einen Brunch auslassen und sogar die Restaurants mit Tischsets versorgen. Der Wahlkampf 2015 geht also wortwörtlich durch den Magen.

Unterschiedliche Strategien

Die Kandidatinnen der SP und der Grünen scheinen für den Start ihres Wahlkampfs das Ende der Sommerferien abgewartet zu haben. Vergangene Woche machten die Grünen mit einem übergrossen Badetuch im Berner Marzili von sich reden. Dieses sollte zeigen, wie viel Fläche ein Autoparkplatz benötigt. Und diese Woche stellten Links-Grün ihr Duo für den Ständerat vor: Hans Stöckli (SP, bisher) und Christine Häsler (Grüne).

Für die «Regionaljournal Wahlbeobachter» liegt auf der Hand, weshalb die Mehrzahl der Parteien in den Sommerferien den Wahlkampf ruhen liessen: Das Gros der Parteien wartet, bis die Wählerinnen und Wähler aus den Ferien zurück sind. Erst in den verbleibenden acht Wochen werden sie dann so richtig Gas geben.

Die Wahlbeobachter

Die Wahlen 2015 durch die Brille junger Erwachsener: Auszubildende und Maturanden verfolgen den Wahlkampf, fühlen den Kandidaten auf den Zahn und berichten von ihren Erlebnissen. Die Serie entsteht in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen Bern und Freiburg und mit dem Kollegium Brig.

Weitere Berichte finden Sie unter srf.ch/wahlen bei Ihrem Kanton.