Zweiter Wahlgang Ständerat findet im Kanton Bern statt

Zusätzlich zu den bisherigen Berner Ständeräten tritt der parteilose Bruno Moser noch einmal an.

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Teurer 2. Wahlgang

3:27 min, aus Schweiz aktuell vom 22.10.2015

Neue Kandidaturen sind der Berner Staatskanzlei bis Donnerstag Mittag keine mehr gemeldet worden. Nun ist die Frist abgelaufen - auch dafür, dass der praktisch chancenlose parteilose Kandidat Bruno Moser seine Kandidatur noch hätte zurückziehen können.

Dieser hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass er seine Kandidatur nicht zurückziehen werde. Er sei das seinen gut 4'000 Wählern schuldig, sagte er gegenüber Radio SRF.

  • Der bisherige Ständerat Werner Luginbühl (BDP) erhielt im ersten Wahlgang 151'069 Stimmen.
  • Der bisherige Ständerat Hans Stöckli (SP) kam auf 144'805 Stimmen.
  • Bruno Moser machte am Sonntag 4'114 Stimmen.

Diese drei treten nun im zweiten Wahlgang für die beiden Berner Ständeratssitze am 15. November an.

Alle anderen Kandidierenden aus dem ersten Wahlgang haben sich Anfang Woche zurückgezogen. Dies nach Wirren um die Frage, ob die beiden Kandidaten der Piratenpartei noch einmal antreten wollen oder nicht.

Ruf nach Hürden wird laut

Im Kanton Bern gilt die Regelung, dass sich Kandidierende des ersten Wahlgangs innerhalb einer Frist zurückziehen müssen, wenn sie nicht zu einem zweiten Wahlgang antreten wollen. Bereits werden im Kanton Bern Stimmen laut, dieses Prozedere zu ändern.

Die Schweizer Kantone kennen unterschiedliche Modalitäten für zweite Ständerats-Wahlgänge. Der Kanton Freiburg etwa hat eine Zehn-Prozent-Hürde, wie sie nun auch im Kanton Bern von der BDP vorgeschlagen wurde.