Der Untergang der einst stolzen Freiburger CSP

Die Christlichsoziale Partei ist bei den Nationalratswahlen in Freiburg abgestürzt. Seit dem Rücktritt des langjährigen Nationalrats Hugo Fasel vor sieben Jahren ist die Partei nur noch ein Schatten ihrer selbst.

fr CSP verliert seit Jahren Wähleranteile Am Sonntag erhielt die Partei nur noch 1,8 Prozent der Stimmen.

Die Wähleranteile der CSP bei den eidgenössischen Wahlen sprechen eine deutliche Sprache: Am Sonntag betrug der Anteil gerade noch 1,8 Prozent. Oder in absoluten Zahlen: 2011 erhielt die Partei 32'325 Stimmen, am Sonntag noch 11'423 Stimmen.

«Dieses Resultat haben wir so nicht erwartet, das ist eine grosse Enttäuschung», sagt CSP-Kantonalpräsident Philippe Wandeler und sucht nach Gründen: «Wir konnten unsere Wähler nicht mobilisieren und wir spüren auch, dass national häufig nur die grossen Parteien interessieren, die kleinen nicht mehr.»

Philippe Wandeler stellt sogar die Sinnfrage: «Wir müssen mal abwarten und schauen, braucht es die CSP noch oder nicht?», um gleich selbst kryptisch zu antworten: «Wir sind im Moment zuversichtlich - mit Fragezeichen.»

Der Wählerschwund der Christlichsozialen Partei war am Sonntag mitverantwortlich dafür, dass ihre Listenpartnerin, die SP, einen Sitz an die SVP verlor.

Wahlen FR