Noch kein Freiburger Ständerat gewählt

Keiner der Ständeratskandidaten erreicht in Freiburg das absolute Mehr. Auch der Bisherige Christian Levrat (SP) verfehlt es. Ziehen die Kandidaten mit weniger Stimmen ihre Kandidatur nicht zurück, gibt es einen zweiten Wahlgang.

Am meisten Stimmen holt Christian Levrat (SP). Auf Platz zwei folgt Beat Vonlanthen (CVP) und auf Platz drei Jacques Bourgeois (FDP). Emanuel Waeber (SVP) holt sich den vierten Platz. Ralph Alexander Schmid (GLP) ist auf dem fünften, Patrick Castioni (BDP) auf dem letzten sechsten Platz. Weil keiner der Kandidaten das absolute Mehr erreicht, kommt es voraussichtlich zu einem zweiten Wahlgang.

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FR: Urs Schwaller analysiert den Wahlsonntag

2:40 min, vom 18.10.2015

Doch: Ausser Beat Vonlanthen liegen die anderen bürgerlichen Kandidaten weit hinter Levrat. Gut möglich, dass sie auf eine erneute Kandidatur verzichten und Beat Vonlanthen und Christian Levrat so einen zweiten Wahlgang erspart bleibt.

«Ich wusste, dass es nicht auf Anhieb klappt», meint Christian Levrat, Präsident der SP Schweiz. Beat Vonlanthen (CVP) ergänzt: «Das Resultat zeigt: Die Freiburger Bevölkerung schätzt das Duo von SP und CVP in Bern».

Noch ist nicht klar, ob die Bürgerlichen auf einen zweiten Wahlgang verzichten. «Wir werden das nun mit den anderen Parteien besprechen», sagt Jacques Bourgeois von der FDP. Bis Mitte Woche müssen sie sich entscheiden - so will es das Wahlgesetz.

«  Ich wusste, dass es im ersten Wahlgang schwierig wird. »

Christian Levrat
bisheriger SP-Ständerat

Der mögliche zweite Wahlgang ist für den 8. November 2015 angesetzt. Frei wurde ein Sitz, weil Urs Schwaller von der CVP nach zwölf Jahren im Ständerat sein Amt abgab.

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