Bürgerliche greifen linke Ständeratssitze an

Die beiden Genfer Ständeratssitze sind seit acht Jahren in linker Hand. Das Duo Liliane Maury-Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne) wurde 2011 wiedergewählt. Das neue Wahlsystem könnte ihnen die Wiederwahl dieses Jahr aber erschweren.

Porträts von Liliane Maury-Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne).

Bildlegende: Die Genfer Linken steigen erneut mit Liliane Maury-Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne) ins Rennen um den Ständerat. parlament.ch

Liliane Maury-Pasquier und Robert Cramer wurden 2011 wiedergewählt, allerdings waren ihnen die beiden nicht gewählten Luc Barthassat (CVP) und Christian Lüscher (FDP) dicht auf den Fersen. Die absolute Mehrheit, welche mit dem neuen Wahlsystem erforderlich ist, haben sie 2011 nicht erreicht. Deshalb treten Cramer und Maury-Pasquier auf einer gemeinsamen Liste an.

Ihre Wiederwahl könnte dennoch durch die Listenverbindung von CVP und FDP gefährdet werden: Raymond Loretan, bis anhin Präsident der SRG will für die CVP einen Sitz im Stöckli ergattern und die FDP hat Benoît Genecand für die Ständeratswahlen nominiert. Beide haben bisher noch kein Mandat in Bundesparlament. Genecand sitzt für die FDP im Genfer Grossrat.

MCG-Gründer kandidiert für den Ständerat

Auch die SVP und der MCG stellen Kandidaten auf für die Wahlen in den Ständerat. Die SVP nominiert ihre beiden bisherigen Nationalräte Yves Nidegger und Céline Amaudruz und der MCG schickt Eric Stauffer, den MCG-Parteigründer und Ehrenpräsidenten ins Rennen.

Stauffer ist in Genf eine Persönlichkeit, der mit seinem temperamentvollen Auftreten aber auch oft aneckt und kürzlich von der Bevölkerung abgestraft wurde: In Onex wurde er als Gemeindepräsident nicht wiedergewählt.

Die BDP schickt Thierry Vidonne ins Rennen um einen Sitz im Stöckli und die Linksaussen-Parteien setzen auf Jean Batou und Salika Wenger. Insgesamt treten 16 Kandidatinnen und Kandidaten auf sechs Listen zur Ständeratswahl an. Wegen dem neuen Wahlsystem ist ein zweiter Wahlgang wahrscheinlich.

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