Kanton Genf: Grüne büssen einen Sitz ein

Die Grünen können den frei gewordenen Sitz von Ueli Leuenberger nicht verteidigen – sie müssen eines ihrer beiden Mandate an die FDP abtreten. Damit können die bürgerlichen Parteien ihre Mehrheit auf sieben der insgesamt elf Sitze ausbauen.

Ueli Leuenberger und Maria Bernasconi

Bildlegende: Treten beide ab: Ueli Leuenberger (Grüne) und Maria Bernasconi (SP). Keystone

Die FDP hat ihre Chance im Kanton Genf genutzt: Sie konnte den Grünen den Nationalratssitz des zurückgetretenen Ueli Leuenberger entreissen. Die Liberalen haben damit drei der ingesamt elf Genfer Sitze für sich entscheiden können: Wiedergewählt sind die Liberalen Christian Lüscher mit 43'441 Stimmen und Hugues Hiltpolt mit 42'623 Stimmen. Neu gewählt mit 40'772 Stimmen ist zudem Benoît Genecand.

Die Grünen müssen sich nun mit einem Sitz begnügen: Liza Mazzone erzielte von den Gewählten mit 12'331 Stimmen das schlechteste Ergebnis für den Einzug in den Nationalrat.

FDP und SP gleichauf

Was die Anzahl Sitze angeht, zieht die FDP gleich mit der SP: Die Sozialdemokraten verfügen trotz des Rücktritts von Maria Bernasconi weiterhin über drei Sitze: Carlo Sommaruga erreichte 24'548 Stimmen. Für den Sozialdemokraten Manuel Tornare gingen 22'037 Stimmen ein.

Auch die SVP konnte ihre zwei Sitze halten. Céline Amaudruz erhielt 20'759, Yves Nidegger 20'541.

Sowohl die CVP wie auch der rechtspopulistische Mouvement Citoyens Genevois (MCG) halten weiterhin je einen Sitz. CVP-Mann Guillaume Barazzone brachte es auf 27'074 Stimmen, Roger Golay vom MCG erhielt 16'483.