Linke in Genf müssen zwei Nationalratssitze verteidigen

Ueli Leuenberger (Grüne) und Maria Bernasconi (SP) treten bei den Nationalratswahlen 2015 nicht mehr an. Die Verteidigung dieser beiden Sitze wird eine grosse Herausforderung für die Linken. Die beiden Parteien verfolgen dabei eine unterschiedliche Strategie.

ge Verteilung der Genfer Nationalratssitze 2011 Der Kanton Genf hat insgesamt 11 Sitze im Nationalrat.

Das Ziel der SP: ihre drei Sitze im Nationalrat beizubehalten. Neben den bisherigen Carlo Sommaruga und Manuel Tornare hat die Partei gleich neun neue Kandidaten für den Nationalrat nominiert. Unter ihnen sechs Frauen; damit erhofft sich die Partei, dass auch nach dem Abgang von Maria Bernasconi eine Frau der Genfer SP im Nationalrat vertreten ist.

Porträts von Ueli Leuenberger und Maria Bernasconi

Bildlegende: Treten ab: Nationalräte Ueli Leuenberger (Grüne) und Maria Bernasconi (SP). Parlament.ch

Besonders warm anziehen müssen sich die Grünen, um den frei werdenden Sitz von Ueli Leuenberger halten zu können. Die Partei hat drei neue Kandidaten nominiert, an der Spitze die junge Präsidentin der Genfer Grünen, Lisa Mazzone. Antreten wird auch Anne Mahrer, die 2013 für Antonio Hodgers in den Nationalrat nachgerutscht ist. SP, Grüne und das Linksaussen-Bündnis «Ensemble à gauche» gehen für die Nationalratswahlen eine Listenverbindung ein.

Bürgerliche attackieren Sitze mit Grossaufgebot

Die Genfer SVP stellt neben den beiden bisherigen Nationalräten Yves Nidegger und Céline Amaudruz acht neue Kandidaten auf. Die FDP stellt die beiden Bisherigen Christian Lüscher und Hugues Hiltpold auf und geht mit drei neuen Kandidaten in die Offensive für einen dritten Sitz.

Mit einem Sitz im Nationalrat vertreten sind die CVP und der MCG. Die CVP setzt auf ein Fünferticket, darunter der bisherige Guillaume Barazzone, der MCG nominiert neben dem MCG-Parteipräsidenten Roger Golay drei weitere Kandidaten.

Bei den Bürgerlichen gibt es ebenfalls Listenverbindungen für die Nationalratswahl: Die CVP und die FDP treten zusammen an und die SVP geht mit dem MCG eine Verbindung ein.

Bisher nicht im nationalen Parlament vertreten ist die Genfer BDP. Dies soll sich nach dem Willen der jungen Partei nun ändern. Den Angriff auf die zwei frei werdenden Sitze startet die BDP gleich mit acht Kandidaten.

Insgesamt steigen im Kanton Genf 178 Kandidaten und Kandidatinnen auf 26 Listen ins Rennen um die elf Sitze in der grossen Kammer.

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ge Parteistärken im Kanton Genf bei den Nationalratswahlen seit 1991 2009 fusionierten die FDP und LPS auf nationaler Ebene unter der Bezeichnung «FDP.Die Liberalen». Der MCG trat 2011 erstmals bei den Nationalratswahlen in Genf an. Er gewann 9,8 Prozent.