Bündner GLP-Sitz gefährdet

Der Nationalratssitz des Grünliberalen Josias Gasser wackelt gewaltig. Erben könnte die FDP. Ansonsten zeichnen sich keine Verschiebungen bei den fünf Bündner Nationalratssitzen ab.

gr Parteienstärken Kanton Graubünden Nationalratswahlen 2011: Wähleranteil in Prozent.

Die Bisherigen Martin Candinas (CVP), Heinz Brand (SVP), Silva Semadeni (SP) treten wieder an. Alle drei haben gute Karten, wieder gewählt zu werden. Frei wird der Sitz der BDP, welcher bisher von Hansjörg Hassler besetzt wurde. Die Partei erreichte 2011 zusammen mit der Jungpartei und ohne Listenverbindung komfortabel einen Sitz mit 60‘387 Stimmen. Nötig waren 49‘205 Stimmen. Nun tritt die Partei seit der Spaltung von der SVP 2008 erstmals nicht mehr mit einem Bisherigen an.

Spannend wird das Rennen um den Wackelsitz von Josias Gasser (GLP). Die Bürgerlichen Mitteparteien haben zum Angriff auf diesen Sitz geblasen. CVP, BDP und FDP sind eine Listenverbindug eingegangen. Für die Grünliberalen wird es so, trotz Listenverbindung mit der SP, äusserst schwierig ihren Sitz zu halten.

Das erklärte Ziel der SVP ist es, einen zweiten Sitz im Nationalrat zu ergattern. Die Kohlen aus dem Feuer holen soll die Unternehmerin und Ems-Chefin Magdalena Martullo-Blocher. Die Tochter von SVP-Vordenker Christoph Blocher tritt ohne politische Erfahrung an. Sie lebt am Zürichsee.

Listenverbindungen Nationalratswahlen 2015

  • CVP, BDP, FDP und entsprechende Jungparteien
  • SP, JUSO und Grünliberale
  • SVP, JSVP und Patriotisch Liberale Demokraten (PLD)

Nationalräte Kanton Graubünden

ParteiNamen
SVPHeinz Brand, NR seit 2011
BDPRücktritt: Hansjörg Hassler, NR seit 1999
CVPMartin Candinas, NR seit 2011
SPSilva Semadeni, NR 1995-1999 und seit 2011
GLPJosias Gasser, NR seit 2011

Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr

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