Auslandschweizer steigen ins Rennen um einen Sitz im Nationalrat

Über 40 Auslandschweizer beteiligen sich an den Wahlen 2015. Darunter sind ein Luzerner, der in München lebt, und ein Zuger, der in den USA wohnt. Die Motive für ihre Kandidatur sind allerdings unterschiedlich.

Leere Stühle im Nationalratssaal im Bundeshaus in Bern.

Bildlegende: Auf den Nationalratssitzen im Bundeshaus möchten auch Schweizer, die im Ausland leben, Platz nehmen. Keystone

Gemäss vorläufigem Stand kandidieren 42 Auslandschweizer und -schweizerinnen für den Nationalrat. So zum Beispiel Rinaldo Bucher auf der Zuger Liste der SVP International. Der 34-Jährige lebt in den USA, genauer in Atlanta, und arbeitet als Finanz- und Marketingexperte.

Er mache sich Sorgen um die Schweiz, begründet Bucher seine Nationalratskandidatur. «Ich will aktiv mithelfen, die Werte der Schweiz zu erhalten», sagt er gegenüber Radio SRF.

Für die Luzerner CVP tritt der Unternehmer Herbert C. Frey auf einer eigenen internationalen Liste an. Er ist 51 Jahre alt und wohnhaft im Raum München. «Jeder zehnte Schweizer lebt im Ausland. Diese Gruppe muss im Bundesparlament vertreten sein», sagt Frey.

Im Kanton Luzern können die Auslandschweizer 2015 zum ersten Mal per E-Voting an den Wahlen teilnehmen. Bei den letzten Nationalratswahlen 2011 machten 84 Auslandschweizer von ihrem passiven Wahlrecht Gebrauch.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr