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Wahlen15 Luzern Luzerner Parteien bündeln ihre Kräfte für die nationalen Wahlen

Bei den Luzerner Nationalratswahlen kommt es zu zwei unüblichen Partnerschaften: Einerseits verbinden sich die Linksparteien mit den bürgerlichen Grünliberalen. Andererseits reichen sich die historischen Konkurrenten CVP und FDP ebenfalls die Hände. Ihr Ziel: Restmandate sichern.

Politiker sitzen an Tischen und heben für eine Abstimmung gelbe Zettel hoch.
Legende: An der Delegiertenversammlung der FDP Luzern in Hochdorf gab es nur acht Gegenstimmen zur Listenverbindung mit der CVP. Keystone

Bereits am Montag hatte die Spitze der Luzerner CVP «Ja» gesagt zu einer Listenverbindung mit der FDP. Die freisinnig-liberalen zogen nun am Dienstagabend nach: Die FDP-Delegierten stimmten in Hochdorf dem Plan zu. Der Entscheid fiel klar, mit lediglich acht Gegenstimmen.

Historische Verbindung

Luzern im Nationalrat

Der Kanton Luzern hat zehn Nationalratssitze. Drei hat die CVP inne, je zwei SVP und FDP. SP, Grüne und GLP haben je einen Sitz.

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Es ist das erste Mal, dass im Kanton Luzern die CVP und die FDP für die Nationalratswahlen eine Listenverbindung eingehen. In diese eingebunden sind auch die BDP (Bürgerlich-Demokratische Partei) sowie die EVP (Evangelische Volkspartei). Die beiden sind im Kanton Luzern politisch wenig bedeutend.

Sowohl CVP als auch FDP betonten, dass diese Listenverbindung keine politische Hochzeit sei, sondern das Ziel habe, überschüssige Stimmen zu sichern.

Bündelung auch auf linker Seite

Auch SP und die Grünen sind im Kanton Luzern zu einem Schulterschluss bereit. Sie beschlossen in Luzern, mit der GLP (Grünliberale Partei) eine zusätzliche Listenverbindung einzugehen. Der Vorstand der Grünliberalen muss der Listenverbindung noch zustimmen.

Oberstes Ziel der Linken ist es zu verhindern, dass der wackelnde Nationalratssitz der GLP an die SVP zurückgeht. Deshalb sei man trotz inhaltlichen Differenzen zur Listenverbindung mit der bürgerlichen GLP bereit.

Die einzige Partei, die nicht in eine überparteiliche Listenverbindung eingebunden ist, ist die SVP.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von B.Mathis, Küsnacht
    Wenn oberstes Ziel einer Listenverbindung nur benutzt wird um dem Gegner oder der unliebsamen Partei zu schaden dann muss man die Demokratie ernsthaft hinterfragen.Ich will meine Partei wählen können und nicht der Anhängsel einer anderen Partei dazu.
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