SVP holt sich in Luzern den GLP-Sitz

Der Sitz der Grünliberalen im Kanton Luzern geht an die SVP. Damit holt die Volkspartei den Sitz zurück, den sie vor vier Jahren an die GLP verloren hat. Nach einer Zitterpartie konnten die Grünen ihren Sitz halten.

Porträt Franz Grüter

Bildlegende: SVP-Parteipräsident Franz Grüter holt für seine Partei den dritten Nationalratssitz zurück. Keystone

Im Kanton Luzern hat die GLP ihren einzigen Nationalratssitz an die SVP verloren. Diese holt ihren 2011 an die Grünliberalen verlorenen dritten Sitz zurück. Der einzige Luzerner Grünliberale, Roland Fischer, wurde somit abgewählt.

Die zehnköpfige Luzerner Nationalratsdelegation setzt sich somit neu aus je drei Mitgliedern von CVP (unverändert) und SVP (+ 1) zusammen sowie aus zwei der FDP (unverändert) und und je einem der SP und der Grünen.

SP, Grüne und GLP waren für die Nationalratswahlen eine Listenverbindung eingegangen, um einen Sitzgewinn der SVP zu verhindern. Nach den kantonalen Wahlen im Frühling war erwartet worden, dass die GLP ihr 2011 gewonnenes Mandat wieder verlieren könnten. Diese Strategie ist nicht aufgegangen. Die SVP, die 2011 ihr drittes Mandat nur knapp verloren hatte, konnte wieder zulegen.

Der 50-jährige Ökonom Roland Fischer (GLP) muss nach vier Jahren seinen Nationalratssitz wieder räumen. Die anderen Bisherigen wurden im Amt bestätigt. Für den zurückgetretenen Ruedi Lustenberger (CVP) wurde neu Andrea Gmür (CVP) gewählt. Bei der SVP gewann Parteipräsident Franz Grüter das dritte Mandat.

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LU: Gewinner und Verlierer im Interview

2:00 min, vom 18.10.2015