«Wir hätten gerne jemanden in die Nationalratswahl geschickt»

Der Parteipräsident der Nidwaldner Grünen, Leo Amstutz reagiert auf die Kritik aus Zürich: Die Wochenzeitung WOZ hatte nämlich kritisiert, dass die Linken nicht zur Wahl antreten und der SVP-Nationalrat Peter Keller in stiller Wahl bestätigt würde. Gegen Keller tritt nun ein WOZ-Journalist an.

Rathaus in Stans

Bildlegende: In Nidwalden wehren sich die Grünen gegen den Vorwurf der Demokratieverhinderung. zvg

Der Präsident der Nidwaldner Grünen, Leo Amstutz, sieht die Kandidatur des WOZ-Journalisten Andreas Fagetti mit gemischten Gefühlen. «Auf der einen Seite begrüssen wir es, dass wir eine Auswahl haben. Auf der anderen Seite steckt hinter dieser Kandidatur auch ein Vorwurf an unsere Adresse, dass wir nicht selber zur Wahl angetreten sind.»

Es gebe aber verschiedene Gründe dafür, dass die Grünen nicht antreten. Zum einen sei die Personaldecke der Partei sehr dünn. Man habe schlicht niemanden gefunden, der in den Wahlkampf habe steigen mögen. Zum anderen wolle man SVP-Mann Peter Keller keine Wahlkampfplattform bieten. Zudem wäre eine grüne Kandidatur sowieso chancenlos gewesen, so Leo Amstutz weiter.

Bei den Eidgenössichen Wahlen gibt es fünf Kandidatinnen und Kandidaten in Nidwalden.

Baudirektor Hans Wicki (FDP), die CVP-Parteipräsidentin und Landrätin Therese Rotzer und der parteilose Josef Käslin kämpfen um den freiwerdenden Nationalratssitz, der Bisherige Peter Keller (SVP) und sein Herausforderer Andreas Fagetti («Demokratie ermöglichen») buhlen um den Ständeratssitz.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr