Ständeratswahl OW: SVP gibt auf

Im Rennen um den einzigen Obwaldner Ständeratssitz sind die Karten vor dem zweiten Wahlgang neu gemischt worden. Zur Stichwahl am 15. November treten FDP und CVP an. Die SVP zieht sich zurück. Sie unterstützt den Kandidaten der Freisinnigen.

Ständeratssaal

Bildlegende: In Obwalden will die CVP am 15. November den FDP-Ständeratssitz erobern. Keystone

Im ersten Wahlgang verpassten alle drei Kandidaten von CVP, FDP und SVP das absolute Mehr. Quereinsteiger und Steuerexperte Erich Ettlin (CVP) erreichte das beste Resultat.

Die CVP will ihre gute Ausgangslage für den zweiten Wahlgang nutzen und den traditionellen FDP-Sitz angreifen. Deutlich zurück lagen der Kernser Gemeindepräsident und Meisterlandwirt André Windlin (FDP) sowie alt Kantonsrat Adrian Halter von der SVP.

SVP wirft das Handtuch

Die SVP tritt zum zweiten Wahlgang nicht mehr an, wie Parteipräsident Albert Sigrist mitteilte. Ihr Kandidat Adrian Halter geniesse zu wenig Unterstützung im bürgerlichen Lager.

Die SVP will nun die FDP unterstützen. Bedingung sei, dass André Windlin als Ständerat bei den Bundesratswahlen einen zweiten SVP-Sitz unterstützen würde; das habe dieser persönlich zugesagt, so Sigrist.

FDP will Sitz verteidigen

Das Wahlteam der FDP sprach sich nach längerer Diskussion für eine Teilnahme am zweiten Wahlgang aus. Im ersten Umgang sei zwar der Abstand zwischen dem eigenen Kandidaten und dem Spitzenreiter der CVP grösser ausgefallen als erwartet, die FDP wolle aber den Wählern auch im zweiten Wahlgang eine echte Auswahl ermöglichen.