Schwyzer SP nach Abwahl von Tschümperlin geschwächt

Die Situation der Linken im Kanton Schwyz ist alles andere als vorteilhaft. Im März 2016 sind Gesamterneuerungswahlen. Der Verlust des Nationalratsitzes erschwert die Ausgangslage.

Andy Tschümperlin mit seiner Frau nach der Abwahl in Schwyz.

Bildlegende: Der abgewählte SP-Nationalrat Andy Tschümperlin mit seiner Frau am Sonntag im Wahlzentrum Schwyz. Keystone

Die Abwahl von Nationalrat Andy Tschümperlin ist auch für seine Partei ein harter Schlag. Damit haben die Linken im Kanton Schwyz bereits zum zweiten Mal ein namhaftes Mandat verloren. Erst 2012 musste die SP den einzigen Sitz in der Schwyzer Regierung abgeben.

«Das Wahlresultat vom Sonntag ist zwar bitter», sagt Paul Furrer, SP-Fraktionschef im Kantonsrat. «Gleichzeitig hat uns die Niederlage angestachelt weiter zu kämpfen.» Die Parteimitglieder seien motiviert, so Furrer weiter.

Ob die SP im März 2016 bei den Gesamterneuerungswahlen mit einer eigenen Kandidatur um den verlorenen Regierungssitz kämpfen wird, ist noch offen. «Wir müssen die Situation nun erst mal genau analysieren - aber mögliche Kandidaten haben wir», sagt Furrer.

Tschümperlin winkt ab

Der abgewählte SP-Nationalrat bleibt bei seiner Aussage, dass er seine politische Karriere beende. «20 Jahre für die Schwyzer SP in der Politik, erst im Kantonsrat - danach im Nationalrat, das reicht», sagt Andy Tschümperlin. Auf die Frage, ob er für die SP als Regierungsrat kandidiere meint er: «Eher nein.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr