Grüne St. Gallen machen trotz Niederlage weiter

Gestern haben die Grünen St. Gallen ihren Sitz im Nationalrat verloren. Die Partei stehe dadurch aber nicht vor einem Scherbenhaufen. Im Februar will die Partei ihre Sitze im Kantonsrat verteidigen.

Alt-Nationalrätin Yvonne Gilli

Bildlegende: Yvonne Gilli von den Grünen SG wurde abgewählt. Keystone

Die Grünen St. Gallen müssen die Abwahl ihrer bisherigen Nationalrätin hinnehmen. Yvonne Gilli wurde gestern nicht wiedergewählt. Diese Niederlage bedeutet für die Partei mehr als nur ein Sitzverlust. Sie sind ab sofort nicht mehr auf der nationalen Politbühne vertreten.

Partei gibt sich kämpferisch

Am Tag nach der Niederlage räumt Parteimitglied Meinrad Gschwend ein, dass im Vorfeld zu den Nationalratswahlen Fehler gemacht wurden. Gschwend gilt mit seiner 15-jährigen Kantonsratstätigkeit als Urgestein der Partei.

Dass seine Partei vor einem Scherbenhaufen stehe, stimme hingegen nicht, so Gschwend. Die Partei richte den Blick auf die bevorstehenden Kantonsratswahlen im kommenden Februar und wolle dann ihre fünf Sitze verteidigen. Zum Ziel setzt sich die Partei gar sieben Sitze.

Ärger wegen Listenverbindung

Anders als bei den nationalen Wahlen gibt es bei den Kantonsratswahlen keine Listenverbindungen. Dies sei für die kleinen Parteien ein grosser Nachteil, so Gschwend. Bei den Nationalratswahlen sind die Grünen eine Verbindung mit der SP eingegangen.