Pierre-Alain Grichting: «Die Politik braucht mehr Unternehmer»

Noch nie hat er ein politisches Amt bekleidet, jetzt will er für die FDP ins Stöckli. Pierre-Alain Grichting ist ein politischer Quereinsteiger. Er hat ein eigenes Transportunternehmen und beschäftigt rund 70 Angestellte.

Nadja Jeitziner und Pierre-Alain Grichting.

Bildlegende: Nadja Jeitziner, die jüngste Oberwalliser Gemeindepräsidentin, mit Politneuling und FDP-Kandidat Pierre-Alain Grichting. SRF/Silvia Graber

Der Unternehmer Pierre-Alain Grichting ist überzeugt davon, dass es im Stöckli politische Quereinsteiger braucht. Das «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» hat ihn für sein Auswärtsspiel nach Ferden ins Lötschental eingeladen. Dort traf er Nadja Jeitziner, die jüngste Gemeindepräsidentin im Oberwallis.

Ist der Quereinstieg ein Vorteil?

Die 32-jährige Nadja Jeitziner ist der Meinung, dass es besser sei, die Politik von der Pike auf zu lernen und auf kommunaler oder kantonaler Ebene einzusteigen. «Ich habe mehr Vertrauen in jemanden, der die politische Kleinarbeit aus eigener Erfahrung kennt.»

Ganz anders sieht dies Pierre-Alain Grichting: «Im Ständerat braucht es Quereinsteiger mit neuen Ideen.» Grichting findet, es sei ein Vorteil, als unbeschriebenes Blatt auf nationaler Ebene in den Wahlkampf ziehen zu können.

Vom Metzgerlehrling zum UBS-Direktor

Seine Karriere ist aussergewöhnlich: Pierre-Alain Grichting hat sich vom Metzgerlehrling bis zum UBS-Direktor im Kanton Wallis hochgearbeitet.

Der Smartspider von Pierre-Alain Grichting.

Bildlegende: Der Smartspider von Pierre-Alain Grichting. Smartvote

Zuvor war er jahrelang Verkaufsleiter bei Coop in der Region Bern-Freiburg-Wallis. Seit 2013 ist der FDP-Ständeratskandidat Inhaber eines Transportunternehmens in Siders und beschäftigt rund 70 Angestellte. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident von Provins, dem grössten Weinunternehmen der Schweiz. Der 48-jährige Unternehmer ist Vater von sechs Kindern und wohnt in Naters.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 Uhr/17:30 Uhr)

Das Auswärtsspiel

Im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen lädt das Regionaljournal die vier deutschsprachigen Ständeratskandidaten der Walliser Parteien zu einem Auswärtsspiel ein. Analog zum Sport tauchen sie dabei in Welten ein, die ihnen fremd sind - sie haben also kein politisches Heimspiel.