SVP und CSP gewinnen im Oberwallis, SP verliert

Das Oberwallis ist - gegenüber dem französischsprachigen Kantonsteil - künftig besser im Nationalrat vertreten. SVP und CSP legen im Oberwallis um je einen Sitz zu. Die SP verliert im Unterwallis einen Sitz. CVP und FDP behalten ihre bisherigen Sitze.

Roberto Schmidt küsst seine Frau.

Bildlegende: Roberto Schmidt holt den CSP-Sitz zurück ins Oberwallis. Vor vier Jahren war er abgewählt worden. Sébastien Biollaz

Das Oberwallis ist in der neuen Legislatur im Bundeshaus stärker vertreten. Die CSPO holt mit Roberto Schmidt ihren Sitz zurück, den sie vor vier Jahren verloren hatte. Franz Ruppen macht einen Sitz für die SVP Oberwallis.

Dazu ist die zuletzt einzige Vertreterin des Oberwallis - CVP-Nationalrätin Viola Amherd - wiedergewählt worden.

Für den Zusammenhalt im Kanton sei es eine wichtige Sache, dass das Oberwallis neu stärker vertreten sein wird, sagt Viola Amherd. «Damit sehen wir im Oberwallis, dass wir doch einen Wert haben.»

«  Das stärkt unser Selbstbewusstsein. »

Viola Amherd
bisherige Nationalrätin (CVP)

Das stärke das Selbstbewusstsein. Und es sei immer gut für die Zusammenarbeit mit anderen, «wenn man nicht von Minderwertigkeitskomplexen getrieben ist.»

Verliererin ist die SP, welche einen Sitz (im Unterwallis) abgeben muss.

Bei der FDP ist der bisherige Jean-René Germanier abgewählt worden, seinen Sitz übernimmt sein junger Parteikollege Philippe Nantermod.

Jean-Luc Addor (links) und Franz Ruppen

Bildlegende: Jean-Luc Addor (links) und Franz Ruppen ziehen beide neu für die Walliser SVP in den Nationalrat ein. Keystone

Das Wallis ist im Nationalrat neu mit acht Sitzen vertreten, einem mehr als bisher. Grund ist das überdurchschnittlich starke Wachstum der Walliser Bevölkerung. Die Walliser Parteien haben sich um diesen achten Sitz einen harten Kampf geliefert.

Weil die Wahlkampflokomotiven Christophe Darbellay (CVP), Stéphane Rossini (SP) und Oskar Freysinger (SVP) abtraten, galten die Wahlen als so spannend wie lange nicht mehr.

Mit 173 Kandidierenden, darunter 45 Frauen, stand eine Rekordzahl von Bewerberinnen und Bewerbern verteilt auf 33 Listen am Start.

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