Zieleinlauf im klassischen Stil

Zehn Tage vor dem Wahltag setzen die Parteien zum Schlussspurt an. Es gilt nun, die eigenen Wähler bei der Stange zu halten und sie zu motivieren, tatsächlich ihre Stimme abzugeben. Dabei setzen die Parteien vor allem auf persönlichen Kontakt.

Vereinte Zürcher Politprominenz: Plakatwand am Helvetiaplatz in Zürich.

Bildlegende: Vereinte Zürcher Politprominenz: Plakatwand am Helvetiaplatz in Zürich. Keystone

Neue Medien waren in diesem Wahlkampf präsent wie kaum zuvor. Nun aber – für den Schlussspurt – setzen die Parteistrategen auf Altbewährtes: Wahlkampf auf der Strasse.

Auch die Grünen, die in früheren Phasen des Wahlkampfs besonders stark auf Social Media setzten, geben sich nun traditionell. «Nun geht es darum, persönlich auf die Leute zuzugehen und sie aufzufordern, uns ihre Stimme zu geben», sagt Ulla Blume, Sekretärin der Zürcher Grünen.

Ähnlich tönt es bei der Konkurrenz. Viele Leute seien über die Politik frustriert und wollten zu Hause bleiben, erklärt SVP-Wahlkampfleiter Martin Suter. «Mit diesen Leuten muss man sprechen und sie überzeugen, dass man an die Urne gehen muss.» FDP-Wahlkampfleiter Beat Werder ergänzt, dass man auf der Strasse niemanden überzeugen könne, seine politischen Ansichten zu ändern. «Aber man kann jene, welche die gleiche Meinung haben, motivieren, tatsächlich wählen zu gehen.»

Eigene Sympathisanten ansprechen

Links wie rechts ist man sich einig: In diesen letzten Tagen geht es vor allem darum, die eigenen Sympathisanten zu mobilisieren. Wem dies besser gelingt, könnte am Schluss die entscheidenden Stimmen dazu gewinnen.