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Wahlen 15 SVP dominiert die Wahlen

Die Schweizerische Volkspartei hat ein historisches Wahlergebnis hingelegt und fast 30 Prozent aller Stimmen gesammelt. Zusammen mit der FDP, Lega und MCR hat sie die absolute Mehrheit im Nationalrat erlangt.

Bild von Toni Brunner
Legende: Parteipräsident Toni Brunner und seine SVP haben die Wahlen dominiert und im Nationalrat 11 Sitze hinzugewonnen. Keystone

Die SVP geht als klare Siegerin aus den Nationalratswahlen hervor. Sie gewann 11 Sitze und kommt damit auf den historischen Höchststand von 65 Mandaten. Zusammen mit der FDP und kleinen Rechtsparteien hat die SVP neu eine Mehrheit.

Die SP büsst drei Sitze ein und hat noch 43 Mandate. Die FDP kommt mit drei Sitzgewinnen neu auf 33 Vertreterinnen und Vertreter. Die CVP verliert einen Sitz und kommt noch auf 28 Mandate.

Verlierer sind die Sieger von 2011

Zu den grossen Wahlverlierern gehören die Sieger der Wahlen 2011. Hart traf es die Grünliberalen, welche 5 ihrer Deputierten einbüssten und noch 7 Sitze haben. Die BDP, die Partei von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf erzielte 7 Sitze, minus zwei. Federn lassen mussten ausserdem die Grünen. Sie verloren 4 Mandate und kommen noch auf 11.

Die EVP hat weiter zwei Sitze, ebenso wie die Lega. Das Genfer Mouvement Citoyen Genevois behält seinen Sitz. Zusammen mit der Lega und dem Genfer Mouvement ist demnach die rechtsbürgerliche Mehrheit aus SVP und FDP im Nationalrat mit 101 Stimmen Tatsache. Die Wahlbeteiligung lag gemäss Hochrechnung bei 49 Prozent, 0,5 Punkte höher als 2011 und so hoch wie seit 1975 nicht mehr.

Absolute Mehrheit für die Bürgerlichen

In mehreren Kantonen gewannen sowohl die SVP als auch die FDP. In Zürich, Aargau und St. Gallen erhalten die Parteien je einen zusätzlichen Sitz. Das zulasten von Grünen, GLP, BDP und SP. In Zürich konnte indes auch die SP zwei Sitze erobern.

In anderen Kantonen gewann entweder die SVP oder die FDP. Im Kanton Bern, wo ein Sitz weniger zu vergeben war, errang die SVP einen zusätzlichen Sitz. Neu gewählt wurde Erich Hess. Die BDP und die Grünen verloren je einen Sitz. In Luzern konnte die SVP auf Kosten der GLP einen Sitz erobern, in den Kantonen Freiburg und Wallis auf Kosten der SP.

Kleine Linksparteien legen zu

Im Kanton Waadt gewann die FDP einen Sitz zu Lasten der SP. In Genf eroberte die FDP einen Sitz der Grünen und im Thurgau einen der Grünliberalen. Einen Sitz gewonnen hat im Wallis auch die CVP. In den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Uri, die je einen Nationalrat stellen, gewann die SVP auf Kosten der FDP.

Erfolge feiern konnten auch kleine Linksparteien. BastA! errang in Basel-Stadt einen Nationalratssitz zulasten der CVP. Die LDP (Liberaldemokratische Partei) verdrängte zudem die FDP. Im Kanton Neuenburg hat sich die Partei der Arbeit (PdA) den Nationalratssitz der Grünen geschnappt.

In acht Kantonen bleibt alles beim Alten

Im Kanton Solothurn, der dieses Mal einen Sitz weniger zu vergeben hatte, muss die CVP einen Sitzverlust hinnehmen. Im Kanton Tessin kommt es lediglich zu einen Wechsel innerhalb der SVP.

Keine Sitzverschiebungen gibt es in den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Obwalden, Nidwalden, Zug, Schaffhausen, Jura, Baselland sowie Glarus, wo BDP-Präsident Martin Landolt die Wiederwahl trotz des SP-Herausforderers schaffte.

Tschümperlin, Mörgeli und Trede abgewählt

Etliche amtierende Nationalrätinnen und Nationalräte sind abgewählt worden, unter ihnen bekannte Köpfe wie SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin in Schwyz, die Grüne Aline Trede in Bern und SVP-Vertreter Christoph Mörgeli in Zürich.

Mit dem 20. Platz reichte es Mörgeli nicht in die 12-köpfige Abordnung seiner Partei. Ebenfalls jüngeren Kräften Platz machen müssen Hans Fehr und Ernst Schibli. Insgesamt sind sechs Neue in der Zürcher SVP-Deputation.

Prominente Quereinsteiger schaffen Sprung nach Bern

Dafür gelang in Zürich zwei Quereinsteigern auf Anhieb der Sprung in die grosse Kammer. Für die SVP wurde «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel mit dem Spitzenresultat gewählt. Für die SP gelang dem Ex-Diplomaten Tim Guldimann das selbe Kunststück.

Mit Magdalena Martullo-Blocher gelang in Graubünden ebenfalls einer Quereinsteigerin der Einzug ins Parlament. Die Tochter von alt Bundesrat Christoph Blocher sicherte ihrer Partei einen Sitzgewinn zulasten des Grünliberalen Josias Gasser.

Der Wahltag im Detail

Die Ereignisse des Tages zum Nachlesen im Protokoll.

23 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Die Welt ist erst wieder in Ordnung, wenn die CVP ihren unglückseligen Linkskurs aufgibt und wieder zu einer bürgerlichen Politik zurückfindet.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Herzlichen Dank Frau Sommaruga. Nun, sie haben ihre Schuldigkeit getan und dürfen im Dezember gerne zurücktreten. Mein Highlight war die deutliche Wiederwahl von Thomas Minder in den Ständerat, die er trotz einer Schmutzkampagne der FDP geschafft hat.
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  • Kommentar von Karl Suter (glaubenstreu)
    Die Exponenten der CVP u. SP können nichts anderes, als am Sonntagabend der SVP das sehr gute Wahlresultat schlecht zu reden. Sie sollten anerkennen, dass das Volk die Politik der SVP mit ihrer Stimme honoriert hat und in Zukunft die Politik-Richtung, der SVP will. Herzliche Gratulation der SVP und allen Gewählten, sie haben die Aufgabe, unser Land in den Stürmen der Globalisierungen u. Völkerwanderungen vor grossem Schaden, am Volk u. deren Eigentum zu bewahren!
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