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Wahlen 15 Verändert der SVP-Wahlsieg die Agrarpolitik?

28 der 200 Nationalräte im neuen Parlament kommen aus dem bäuerlichen Umfeld. Die Landwirtschaft ist also wieder stark vertreten im Bundesbern. Was bedeutet dies für die eingeschlagene Agrarpolitik?

Die SVP ist nicht nur gesamthaft die Wahlsiegerin, sondern hat auch unter den Bauernvertretern im Parlament ihre Stellung gestärkt. 17 der 28 bäuerlichen Nationalräte gehören nämlich der SVP an, wie eine Auswertung der Zeitung «Schweizer Bauer» zeigt.

Nahrungsmittelproduzent oder «Landschaftsgärtner»?

Für Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes, ist die stärkere Vertretung der SVP-Bauern im Parlament kein Problem. Der Schweizer Bauernverband arbeite schliesslich nicht parteipolitisch. Es gehe in erster Linie darum, Mehrheiten für die Anliegen des Verbandes zu finden. Ritter selber sitzt für die CVP im Parlament.

Damit ist auch Andreas Aebi einverstanden, der als Bauer die siegreiche SVP im Nationalrat vertritt. Gleichzeitig erhebt er Forderungen. Ein Bauer müsse in erster Linie wieder ein Nahrungsmittelproduzent sein, und nicht ein Landschaftsgärtner.

Dass die neue Agrarpolitik seit ein paar Jahren verstärkt die Ökologie und die Biodiversität fördert – das sieht er skeptisch. Den Ökoprogrammen müsse der Riegel geschoben werden, betont Aebi. «Sonst sind wir als Produzierende der Landwirtschaft nicht mehr glaubwürdig», fügt der Berner Nationalrat an.

Ökobauern im neuen Parlament geschwächt

Ökologisch orientierte Bauernkreise dagegen verteidigen die neue Agrarpolitik. Zur Landwirtschaft gehöre sowohl die Nahrungsmittelproduktion wie auch der Umweltschutz und die Landschaftspflege, sagt Kleinbauern-Präsidentin Regina Fuhrer. «All das ist in der Agrarpolitik 2014-2017 gut aufgegleist», so Fuhrer. Sie erwarte, dass die damit verbundenen Änderungen nicht rückgängig gemacht werden.

Links-grüne Politiker und die Ökobauern wären in der Tat schon zufrieden, wenn es beim Status quo und bei der jetzt geltenden Agrarpolitik bleibt. Denn klar ist: Nach den Nationalratswahlen steht das Umwelt-Lager insgesamt schwächer da.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    SVP, Partei der Bauern? Ja, auch! Und das ist gut so, denn die wissen noch was arbeiten ist und wo die Lebensmittel her kommen. Hier bin ich auch bereit etwas mehr zu bezahlen, für gesunde Lebensmittel und gepflegte, intakte Natur. Zu viele miese Nahrungsmittel in der Welt! Die Bauern sind auch schlau genug, um nichts zu beschließen, was ihnen ihre Heimat zerstört, sondern das was Sinn macht... Energie, Umwelt, PFZ etc. Wachsende Städte sind nie ein Segen, im Gegenteil! (bin kein Landwirt!)
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Immer wieder wird von den Bauern der viele Papier Kramm angeprangert. Ja liebe Bauern das ist halt so, wenn man Geld bekommt wird man Bevormundet, das Ist in der IV, AHV, ALV sowie Sozialamt nicht anders. Für nichts, müsst Ihr nichts!
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Wir wollen Bauern zum Arbeiten & Produzieren im Geschützten Rahmen. Wir haben ein gestörtes Verhältnis zum Essen. Solange der Bürger billigen Abfall zu sich nimmt, nur um Geld zu sparen um unnötigen Luxus zu kaufen, der zu Lebenswichtigen Dingen aufsteigt, macht Schlussendlich auch unsere Sozialsysteme teuer. Wir Leben zur hälfte im Kommunismus, wir wollen es nur nicht wahrhaben! Subventionen sollten eigentlich ein Überbrückungskredit des Staates sein, sind aber heute Dauersozialeinrichtungen.
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