Zum Inhalt springen

Wahlen 15 Wer soll SP-Fraktionschef werden?

Nach der Abwahl von Nationalrat Andy Tschümperlin braucht die SP schnell einen neuen Fraktionschef. Offizielle Kandidaten gibt es noch nicht, es kursieren aber bereits Namen.

SP-Nationalrat Roger Nordmann im Parlament.
Legende: Roger Nordmann (links), derzeit Vizefraktionschef der SP, wäre laut Jacqueline Badran ein guter Kandidat. Keystone

Der Schwyzer Nationalrat Andy Tschümperlin hat die Wiederwahl verpasst. Die SP steht deshalb ohne Fraktionschef da.

Wenn die Partei bis zum Start der neuen Legislatur am 30. November keinen Nachfolger oder keine Nachfolgerin findet, übernehmen die Ständerätin Anita Fetz und der Nationalrat Roger Nordmann, die sich derzeit das Vizepräsidium teilen.

Eine Schlüsselfigur

Weil SP-Präsident Christian Levrat im Ständerat politisiert, wird wohl jemand aus dem Nationalrat Fraktionschef. Wer das sein soll, dazu wollen die meisten angefragten SP-Politikerinnen und SP-Politiker nichts sagen – auch Nationalrat Cédric Wermuth nicht. Für ihn steht fest, was der neue Fraktionschef leisten muss: Erstens sei die Person eine Schlüsselfigur gegen aussen. Zweitens müsse sie die unterschiedlichen Flügel der Partei zusammenhalten. «Und drittens muss die Person Koalitionen schmieden können, um mit bürgerlichen Parteien Mehrheiten zu beschaffen.»

Der abgewählte Schwyzer SP-Nationalrat Andy Tschümperlin.
Legende: Hat die Wiederwahl in den Nationalrat nicht geschafft: Der bisherige SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin. Keystone

Es darf also niemand sein, der oder die aneckt. SP-Vizepräsidentin Barbara Gysi wünscht sich eine Frau an der Spitze der Fraktion. Schliesslich seien neue SP-Politikerinnen gewählt worden. «Über Namen werden wir uns im Laufe dieser Woche zu unterhalten beginnen.»

Erste Namen

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran nennt bereits Namen: «Unser Vizefraktionschef Roger Nordmann, der perfekt bilingue ist, könnte das sehr gut machen.» Auch Beat Jans oder Eric Nussbaumer seien gute Kandidaten.

Weitere mögliche Namen sind Evi Allemann, Corrado Pardini oder Chantal Galladé. Interessierte haben sich jedoch bislang keine gemeldet, noch ist alles offen. Dass die Wahl der Fraktionsspitze für Überraschungen gut ist, zeigte sich vor drei Jahren, als Andy Tschümperlin das Rennen gegen die profilierte Jacqueline Fehr machte. Die Wahl des neuen SP-Fraktionspräsidiums soll am 20. oder 21. November stattfinden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Doris Loegel (Doris Loegel)
    Ihre Schadenfreude sagt viel aus. Dass Sie sich freuen wenn ein Rechter an Andi Tschümperlin's Stelle gewählt wurde, kann ich verstehen, wenn dieser mehr Ihre politische Meinung vertritt, nicht jedoch Ihre Respektlosigkeit Andersdenkenden gegenüber. Solche zeichnet auch in hohem Mass Christoph Mörgeli aus, offenbar wurde diese sogar den eigenen Wählern zu viel! Genau einen gegenteiligen Umgang pflegt Andi Tschümperlin und dafür schätze ich ihn, denn diese ist im Umgang mit Anderen wichtig...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Schmid (W. Schmid)
    Die Abwahl von Andy Tschümperlin ist wirklich wie vorgezogene Weihnachten. Ich mag es diesem extrem linken Herrn gönnen. Jetzt soll er einmal zeigen, was er in der Privatwirtschaft erreichen kann, hoffentlich ohne goldenen Fallschirm.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andreas Baumgartner (A. Baumgartner)
      Da stimme ich Ihnen zu. Fairerweise muss man aber erwähnen und ihm zugestehen, dass sich Tschümperlin im höchst konservativen und anti-urbanen Kanton SCHWYZ als Sozialdemokrat dermassen lange halten konnte.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen