Auch die Aargauer EVP will in den Ständerat

Die Evangelische Volkspartei des Kantons Aargau (EVP) will mit Grossrätin Lilian Studer bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst erstmals einen Sitz im Ständerat erobern. Das teilte die Parteileitung am Sonntag mit.

Die Parteiversammlung muss die 37-jährige Studer aus Wettingen am 20. Januar noch formell nominieren. Die gelernte Lehrerin für Textiles Werken arbeitet als Geschäftsführerin beim Blauen Kreuz Aargau/Luzern.

Studer gehört seit 2002 dem Grossen Rat an und ist seit 2011 Fraktionspräsidentin. Sie engagierte sich bislang vor allem für Gesundheitsthemen, Familienfragen und für Soziales. Ihr Vater ist der ehemalige Nationalrat und frühere EVP-Präsident Heiner Studer. Auch er hatte in früheren Jahren für die kleine Kammer kandidiert.

Liliane Studer im Portrait

Bildlegende: EVP-Grossrätin Lilian Studer will in den Ständerat. zvg

Mindestens sechs Kandidaturen

Ins Rennen um die beiden Aargauer Ständeratssitze steigen im kommenden Herbst Nationalrat und FDP-Präsident Philipp Müller, SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht und CVP-Nationalrätin Ruth Humbel.

Auch die Grünen haben im Grundsatz beschlossen, dass sie eine Kandidatur wagen. Allerdings ist noch kein Name bestimmt.

Zur ersten Wiederwahl tritt die amtierende SP-Ständerätin Pascale Bruderer an. Sie hatte bei den Wahlen 2011 der SVP nach 16 Jahren den Ständeratssitz abgejagt. Frei wird im Herbst der Sitz von FDP-Ständerätin Christine Egerszegi.

Egerszegi tritt nach acht Jahren im Ständerat nicht mehr an. Sie war die erste Aargauer Frau im Stöckli.

Die Aargauer Kandidaturen für den Ständerat