Christoph Eymann will in den Nationalrat

Die Basler LDP hat am Montagabend ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratsliste nominiert. Der prominenteste Vertreter auf der Liste ist der amtierende Erziehungsdirektor Christoph Eymann.

Christoph Eymann

Bildlegende: Der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann. Keystone

Der Vorstand der Basler Liberalen hat seinen Mitgliedern fünf Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratsliste präsentiert. Widerstand von Seiten der Mitglieder gegen die vorgeschlagenen Kandidaturen gab es keinen. So wurden die Parteipräsidentin und Grossrätin Patricia von Falkenstein sowie die Grossräte Heiner Vischer, André Auderset und Conradin Cramer und Erziehungsdirektor Christoph Eymann per Akklamation nominiert.

Diese fünf Nominierten wollen im Herbst für die LDP einen Sitz im nationalen Parlament gewinnen. Keine einfache Aufgabe, ist sich auch Erziehungsdirektor Christoph Eymann bewusst: «Uns müsste ein besonderer Exploit gelingen, um einen Sitz zu holen.»

Beim Erfolg entscheidend sind die Listenverbindungen. Mit welchen anderen Parteien die LDP für die Nationalratswahlen zusammenspannt, ist noch offen. Parteipräsidentin Patrica von Falkenstein wünscht sich eine grosse Allianz aller bürgerlichen und Mitteparteien.

Zwei Mandate gleichzeitig

Sollte Christoph Eymann in den Nationalrat gewählt werden, will er sein Amt als Regierungsrat nicht aufgeben, sondern die Legislaturperiode beenden. Es gäbe eine Überschneidung von ungefähr einem Jahr. Christoph Eymann traut sich ein solches Doppelmandat zu.

Schon einmal sass Christoph Eymann als amtierender Regierungsrat im nationalen Parlament. Das war ganz zu Beginn seiner Regierungsratszeit vor 14 Jahren. Das Gesetz lässt solche Doppelmandate zu. Die Frage ist einfach: Kann man beiden Aufgaben gleichzeitig gerecht werden? Christoph Eymann beantwortet diese Frage mit Ja und begründet seine Antwort mit seiner Erfahrung.

Christoph Eymann denkt nicht ans Aufhören

Ans Aufhören denkt der LDP-Politiker nicht. Auch wenn er im nächsten Jahr 65 Jahre alt wird, ist für ihn die Zeit vom Zurücklehnen und Geniessen noch nicht gekommen: «Ich möchte gerne noch was anderes machen», sagt Christoph Eymann. Eine Ständeratskandidatur kommt dennoch zurzeit nicht in Frage: «Die Bürgerlichen sind sich zu wenig einig», sagt Eymann und ergänzt: «Die Wahrscheinlichkeit schlecht abzuschneiden ist gross und das möchte ich niemandem zumuten, auch mir nicht.»