«Claude Janiak ist nicht mehr unantastbar»

Der Entscheid war äusserst knapp: Mit nur zwei Stimmen Vorsprung hat die Baselbieter FDP Christoph Buser zum Ständeratskandidaten nominiert. Seine Kandidatur wird unterstützt von CVP und SVP. Gleichzeitig kandidiert Buser jedoch auch für den Nationalrat.

Christoph Buser

Bildlegende: Christoph Buser geht für die FDP Baselland ins Rennen um den Ständeratssitz. SRF/Jeannine Borer

«Ich will Ständerat werden», stellt Christoph Buser klar und widerspricht dem Vorwurf, er nutze die Kandidatur, um sich bekannter für seine Nationalratskandidatur zu machen. Noch vor dem 8. Februar, dem Tag des Wahlsiegs der Bürgerlichen im Baselbiet, habe er eine Doppelkandidatur abgelehnt. Seither gebe es jedoch eine andere Ausgangslage: Die Bürgerlichen spürten Aufwind. «Die Karten wurden neu gemischt», sagt Buser, der als einer der Drahtzieher des Wahlerfolgs gilt.

Dennoch gab die Doppelkandidatur an der Nominationsveranstaltung am Donnerstagabend in Oberwil zu reden. Gegenkandidat Balz Stückelberger verzichtete auf eine solche Doppelkandidatur und erhielt prompt 60 Stimmen, nur zwei weniger als Buser. Dieser sieht sich dennoch als Kandidat der ganzen FDP und spürt auch grosse Unterstützung bei CVP und SVP.

Buser gibt jedoch unumwunden zu, dass er nicht immer gleicher Meinung wie die SVP sei. So weiche seine Meinung beispielsweise bei Ausländerfragen oder der Masseneinwanderungsinitiative von der Meinung der SVP ab.

Eine unternehmerfreundliche Politik

Auf seinen Gegenkandidaten, den amtierenden Ständerat Claude Janiak (SP), angesprochen, meint Buser, dieser sei nun acht Jahre im Amt: «Er ist in einem Alter, in dem man sich fragen muss, ist es noch legitim, nochmals vier Jahre machen zu wollen?» Zudem sei nach dem 8. Februar die Zeit gekommen, dass wieder ein Bürgerlicher den Kanton Baselland in Bern vertrete.

Dort will sich Buser im Falle einer Wahl unter anderem für den Ausbau der Strassen in der Region Basel einsetzen und für eine unternehmerfreundliche Politik. Hier mache Claude Janiak als Vertreter der Sozialdemokraten klar zu wenig.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)