FDP Baselland vor Richtungswahl: Buser oder Stückelberger?

Zwei Freisinnige möchten für die FDP Baselland in den Ständerat. Die Landräte Christoph Buser und Balz Stückelberger. Buser politisiert eher am rechten Rand der FDP, Stückelberger tendiert zur Mitte. Die Kandidatenkür steht deshalb auch für die Position, die die FDP im Wahljahr einnehmen will.

Zwei Portraits: links ist Balz Stückelberger und rechts Christoph Buser. beide schauen in die Kamera und lächeln.

Bildlegende: Balz Stückelberger (links) und Christoph Buser stehen innerhalb der Baselbieter FDP für zwei verschiedene Flügel. zVg

Beide sind beruflich Wirtschaftsvertreter. Christoph Buser ist Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, Balz Stückelberger ist Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Banken. Innerhalb der Freisinnig Demokratischen Partei (FDP) verfolgen sie aber nicht immer die gleiche Politik.

So war Christoph Buser ein flammender Kämpfer für die Selbstständigkeit der Kantons Baselland und hat die Fusionsinitiative vehement bekämpft. Balz Stückelberger sprach sich für das Zusammengehen mit dem Stadtkanton aus.

Richtungswahl innerhalb der Freisinnigen

Wenn es nun darum geht, einen Ständeratskandidaten aufzustellen, so ist damit innerhalb der FDP eine Richtungsentscheidung verbunden. Soll die Person treu auf Parteilinie sein oder darf es auch jemand sein, der ab und zu abweichende Haltungen vertritt.

Wenn Linientreue wichtig ist, so fällt die Wahl logisch auf Christoph Buser. Er ist eine starke Persönlichkeit in der Parteileitung, er ist auch einer der Väter des letzten bürgerlichen Wahlerfolges im Baselbiet, als die Sozialdemokraten aus der Regierung gedrängt wurden. Buser steht für den «neuen Schwung», den sich die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP mit ihrer Zusammenarbeit selber zuschreiben.

Spielt die Linientreue eine untergeordnete Rolle, so ist auch Balz Stückelberger eine mögliche Wahl. Er könnte zusätzliche Stimmen in der politischen Mitte auf sich ziehen. Für Stückelberger spricht auch, dass er bereits angedeutet hat, eine Doppelkandidatur auszuschliessen, während Christoph Buser offenbar sowohl für den Nationalrat als auch für den Ständerat kandidieren möchte. Doppelkandidaturen werden von der Wählerschaft in der Regel als Unentschlossenheit ausgelegt und kommen nicht gut an.

Die Parteibasis entscheidet am Donnerstagabend, wen sie ins Rennen schickt.