Rudolf Joder will nun doch nicht Ständeratskandidat sein

Der Belper SVP-Nationalrat hat seinen Rückzug als Ständeratskandidat angekündigt. Einziger Kandidat der SVP bleibt nun Albert Rösti. Joder begründet den Entscheid mit der Aussage, eine Mehrheit der SVP-Basis wolle eine Doppelkandidatur Ständerat/Nationalrat.

Porträt von Rudolf Joder.

Bildlegende: Rudolf Joder wird die nationale Politbühne 2015 verlassen. Keystone

Eine Woche vor der entscheidenden Delegiertenversammlung der bernischen SVP sah alles nach einer Ausmarchung zwischen den Nationalräten Rudolf Joder und Albert Rösti aus. Doch nun steht Rösti alleine da: Rudolf Joder hat Ueli Augstburger, dem Präsidenten seines Wahlkreises, den Rückzug seiner Kandidatur mitgeteilt.

Joder begründet den Entscheid mit der Aussage, eine Mehrheit der SVP-Basis wolle eine Doppelkandidatur Ständerat/Nationalrat. Diese Situation akzeptiere er, schreibt Joder in seiner Mitteilung vom Mittwoch - die Mehrheit habe immer Recht. Es mache deshalb keinen Sinn, die parteiinterne Diskussion um die Ständeratswahlen weiterzuführen.

Karriere im Bundeshaus geht zu Ende

Als Nationalrat kann Joder aufgrund der Amtszeitbeschränkung der SVP auf 16 Jahre nicht mehr antreten. Damit geht seine Karriere im Bundeshaus zu Ende.

Mit Joders Rückzug bleibt nun Albert Rösti der einzige SVP-Kandidat für den Ständerat. Rösti hatte lange erklärt, er habe als nationaler Wahlkampfleiter der SVP keine Zeit, auch noch für den Ständerat zu kandidieren. Rösti trat schliesslich trotzdem gegen Joder an, nachdem sich SVP-Präsident Werner Salzmann selbst aus dem Rennen um einen Sitz im Ständerat nahm. Ebenfalls zurückgezogen hatte sich Peter Brand, der SVP-Fraktionschef im bernischen Grossen Rat.

Die SVP-Delegierten versammeln sich am 22. Oktober in Unterlangenegg und wählen ihren Ständeratskandidaten.