CVP Freiburg vor Zerreissprobe

Der CVP-Ständerat Urs Schwaller tritt im Herbst nicht mehr zu den Wahlen an. Staatsrat Beat Vonlanthen und Nationalrat Dominique de Buman möchten in seine Fussstapfen treten. Die Delegierten müssen entscheiden.

Beat Vonlanthen und Dominique de Buman

Bildlegende: Beat Vonlanthen (links) und Dominique de Buman stellen sich den CVP-Delegierten. Keystone

Die CVP Freiburg verliert seit Jahren Wähleranteile. Doch statt Einheit zu markieren, spaltet die Nachfolgefrage von Urs Schwaller die Partei. In einer Art Primärwahl wie sie aus den USA bekannt ist, müssen die CVP Delegierten entscheiden zwischen Nationalrat Dominique de Buman und Staatsrat Beat Vonlanthen. Beide sind fast gleich alt: 57- und 58-jährig. Beide sind kommunikativ und in der Öffentlichkeit omnipräsent. Und beide sind beim Volk beliebt, wie die Wahlergebnisse zeigen.

Spaltung innerhalb der CVP

In der CVP selber allerdings hält sich die Begeisterung für Dominique de Buman in Grenzen. Der ehemalige Stadtpräsident polarisiert. 2009 liebäugelte er mit dem Sitz im Bundesrat. Als Präsident der Interessensvereinigung Helvetia Latina scheute er sich nicht, Urs Schwaller nicht als echten Romand hinzustellen. Das haben einige Parteigenossen nur schwer verdaut.

Im Kanton Freiburg sind auch viele der Meinung, dass der Kanton Freiburg im Ständerat mit einer französischsprachigen und einer deutschsprachigen Person vertreten sein sollte. Das ist seit rund 35 Jahren der Fall. Dieses Argument spricht für Staatsrat Beat Vonlanthen als Kandidaten. Mit SP-Ständerat Christian Levrat sitzt nämlich bereits ein französischsprachiger Vertreter in Bern.