Der Freiburger Ständeratssitz der CVP ist hart umkämpft

Ständerat Urs Schwaller tritt in einem Jahr bei den eidgenössischen Wahlen nicht mehr an. Mit dem frei werdenden Sitz liebäugeln FDP und SVP.

Mit Urs Schwaller tritt in einem Jahr einer der wichtigsten Politiker in Bundesbern ab. Der Freiburger Ständerat hinterlässt eine grosse Lücke. Viele wollen sie füllen. Im Gespräch ist der CVP-Staatsrat Beat Vonlanthen. Er ist sowohl im deutschsprachigen wie im französischsprachigen Kantonsteil bekannt. Seine Wahlchancen wären gut. Doch erst muss er sich parteiintern durchsetzten. Denn auch die CVP-Nationalräte Dominique de Buman und Christine Bulliard-Marbach dürften mit dem Ständeratssitz liebäugeln.

Bürgerliches Kandidatenkarussell

Doch auch FDP und SVP dürften Kandidaten stellen. SVP-Nationalrat Jean-François Rime ist im Gespräch oder FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois. Wenn die Sprache eine Rolle spielt, könnten aber plötzlich auch Kandidaten aus dem See- und Sensebezirk auftauchen.

Wackelsitze im Nationalrat

Vor vier Jahren konnte die CVP ihren zweiten Sitz dank einer Listenverbindung mit der BDP und den Grünliberalen verteidigen. Die SP gewann einen Sitz dazu dank Listenverbindung mit den Grünen und der CSP, die ihren Sitz an die SP verlor. Gut möglich, dass die kleinen Parteien nicht bloss Wasserträger sein wollen. Ein Bündnis unter kleinen Parteien ist durchaus denkbar. Zusammen haben sie ein Wählerpotential von über 15 Prozent. Ein Sitz wäre damit zu holen.