FDP Graubünden auf der Suche nach einer Allianz

Die FDP Graubünden will bei den Nationalratswahlen im Herbst ihren Sitz zurückerobern. Sie will deshalb eine Listenverbindung eingehen - anders als bei den letzten Wahlen vor vier Jahren. Damals war die FDP alleine angetreten und hat ihren Sitz prompt an die Grünliberalen verloren.

Leere Wahlurnen.

Bildlegende: Die Wahlurnen sind noch leer - bei den Parteien laufen die Vorbereitungen aber auf Hochtouren. Keystone

Die Grünliberalen des Kantons Graubünden haben sich vor vier Jahren mit den Linken verbündet und schafften es so, der FDP einen Sitz abzujagen. Diesen Fehler will die FDP Graubünden nicht mehr machen und ist auf der Suche nach einer Listenverbindung.

Gespräche seien am Laufen, sagt Parteipräsident Bruno Claus. Die FDP habe mit allen bürgerlichen Parteien ein gutes Verhältnis. Auch die anderen Parteien bestätigen, dass es bereits informelle Gespräche auf bürgerlicher Seite gegeben habe - sogar zwischen den verfeindeten Parteien BDP und SVP. Das ist Überraschung, gingen die beiden Parteien doch vor sechs Jahren im Streit auseinander und sprachen kaum noch miteinander.

Vorstellbar ist auch eine bürgerliche Allianz ohne die SVP. Bereits beschlossen ist so eine Zusammenarbeit im Thurgau: Dort spannen FDP, CVP, BDP und EVP zusammen.