Solothurner FDP schickt Meister ins Ständeratsrennen

Eine Frau und Unternehmerin soll’s für die Freisinnigen des Kantons Solothurn richten. Marianne Meister steigt in den Wahlkampf für den Ständerat. Sie soll den Sitz der FDP zurückholen, den die Freisinnigen vor vier Jahren an die CVP verloren haben. Eine schwierige Mission.

Die Solothurner Kandidaturen

Die 124 Delegierten des Solothurner Freisinns nominierten Marianne Meister einstimmig und feierten sie anschliessend mit langem Applaus und einer Standig Ovation.

Scheuermeyer und Meister

Bildlegende: Christian Scheuermeyer, Parteipräsident, und Marianne Meister, Kandidatin, freuen sich über die Nomination. SRF

Marianne Meister ist 52 Jahre alt, Mutter von drei erwachsenen Kindern und Gemeindepräsidentin von Messen. Dort führt sie zusammen mit ihrem Mann ein Lebensmittelgeschäft. Meister gehört seit 2009 dem Solothurner Kantonsrat an und ist seit 2013 Präsidentin des kantonalen Gewerbeverbandes.

«Marianne machts»

«Der Sitz gehört uns», sagte eine kämpferische Marianne Meister vor den Delegierten. «Zusammen mit euch will ich ihn für die FDP und für die Frauen zurückholen.» IHr Wahlslogan lautet «Marianne machts».

«  Deregulieren muss das Motto für 2015 heissen. »

Marianne Meister
Ständeratskandidation FDP Solothurn

Die FDP Frauen hatten sie als Kandidatin vorgeschlagen. Meister biete eine «echte Alternative zur männerlastigen Solothurner Bundeshausdeputation», hiess es. Meister selber positionierte sich aber auch als liberale, wirtschaftsfreundliche Politikerin. Sie will die Wirtschaft stärken, Steuern und Bürokratie abbauen.

«Pointiert und im richtigen Alter»

Für den FDP Präsidenten Christian Scheuermeyer ist Marianne Meister die perfekte Kandidatin. «Ja, sie war die einzige, » gibt er zwar zu, «aber wir sind überzeugt, die perfekte gefunden zu haben.»

Scheuermeyer betont Meisters einfache Sprache, die verstanden werde und ihre klaren Botschaften. «Sie ist gut vernetzt un mit 52 im perfekten Alter für diese Kandidatur.»

Die Chance, dass die FDP den Sitz im kommenden Herbst zurückerobern kann, ist jedoch eher gering. Die Ständeräte Pirmin Bischof (CVP) und Roberto Zanetti (SP) stellen sich der Wiederwahl. Die SVP will bei den Ständeratswahlen erneut mit Nationalrat Walter Wobmann antreten.