St. Galler BDP, CVP und EVP spannen zusammen

Die BDP, CVP und EVP des Kantons St. Gallen steigen mit einer Listenverbindung in die eidgenössischen Wahlen 2015. Ziel sei, die Mitteparteien zu stärken und einen vierten Nationalratssitz dazu zu gewinnen.

Bei der Listenunterzeichnung (v.l.) Hans Oppliger (Präsident EVP Kanton St.Gallen), Jörg Frei (Präsident CVP Kanton St.Gallen), Richard Ammann (Präsident BDP Kanton St.Gallen).

Bildlegende: Bei der Listenunterzeichnung (v.l.): Hans Oppliger (Präsident EVP), Jörg Frei (Präsident CVP), Richard Ammann (Präsid... ZVG

Die BDP, CVP und EVP des Kantons St. Gallen wappnen sich für die eidgenössischen Wahlen im kommenden Jahr. Sie haben sich auf eine Listenverbindung geeinigt. Dies teilten die Parteien am Freitag in einem gemeinsamen Communiqué mit. Die Zusammenarbeit von BDP und CVP wurde schon vor Monaten von den nationalen Parteileitungen beschlossen, nun wird sie das erste Mal in einem Kanton konkret umgesetzt.

In der laufenden Amtsperiode ist die CVP mit drei Sitzen (Jakob Büchler, Lucrezia Meier-Schatz und Markus Ritter) im Nationalrat vertreten. BDP und EVP besetzen keine Sitze im eidgenössischen Parlament. Im St. Galler Kantonsrat bilden CVP/EVP eine Fraktion - BDP und GLP haben ihre eigene.

GLP will eigene Partner suchen

Bei den Grünliberalen (GLP) stösst die neue Wahlallianz auf Kritik. Durch die Listenverbindung werde die Mitte geschwächt, sagt die Co-Präsidentin der St. Galler GLP, Jacqueline Gasser-Beck, gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. Gefährdet ist insbesondere die Wiederwahl von GLP-Nationalrätin Margrit Kessler. Bei den letzten eidgenössischen Wahlen 2011 wurde sie von GLP und BDP unterstützt. Nachdem sich die BDP nun aber der CVP zugewandt hat, will die GLP sich einen neuen Partner suchen.