St. Galler Umweltfreisinnige wollen mit eigener Liste nach Bern

Die St. Galler Umweltfreisinnigen stellen sich den Wahlen im Herbst. Die der FDP nahe stehende Partei tritt deshalb wieder mit einer eigenen Liste an. Und dies obwohl sie thematisch äusserst nahe bei ihrer Konkurrentin, der GLP steht.

Umweltfreisinnige

Bildlegende: Umweltthemen stehen im Fokus der Umweltfreisinnigen – aus liberaler Sicht. SRF

Die Umweltfreisinnigen St. Gallen sind eine Splitterpartei, die hauptsächlich aus FDP-Kreisen stammt. Gegründet wurde sie bereits 1993, damals aber noch unter dem Namen «Umweltliberale». Nach der Gründung und dem Siegeszug der GLP, den Grünliberalen, setzte sie aber auf einen neuen Namen.

Rundum freisinnig

«Wir stehen thematisch zwar ganz in der Nähe der GLP. Dennoch gibt es Unterschiede», sagt Co-Präsident Raphael Lüchinger in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. Zum einen sei da der Zeitpunkt der Gründung: Die Umweltfreisinnigen gebe es viel länger wie die GLP, die erst 2007 gegründet worden sei. «Zum andern ist bei uns die Orientierung an der Wirtschaft und ökonomischen Fragestellungen weit ausgepägter.» Diese wirklich liberale Haltung der Umweltfreisinnigen komme auch in anderen Politbereichen zum Ausdruck.