SVP Thurgau setzt auf Bisherige

Die SVP Thurgau verteidigt ihre drei Nationalratssitze mit den Bisherigen Hansjörg Walter, Markus Hausammann und Verena Herzog. Für den Ständerat hat die wählerstärkste Thurgauer Partei Roland Eberle nominiert. Oberstes Ziel sei es, die drei Sitze im Nationalrat zu halten.

Hansjörg Walter, Verena Herzog, und Roland Eberle.

Bildlegende: Hansjörg Walter, Verena Herzog, und Roland Eberle (von rechts) singen das Thurgauerlied an der Delegiertenversammlung. Keystone

Neben den Bisherigen kandidieren für die sechs Thurgauer Nationalratssitze Kurt Baumann (Sirnach, Jahrgang 1958), Diana Gutjahr (Amriswil, Jahrgang 1984) und Vico Zahnd (St. Margarethen, Jahrgang 1980). Alle drei sitzen im Kantonsparlament.

Walter als Zugpferd

Prominentester Kandidat ist Hansjörg Walter, der nach dem Rücktritt von Peter Spuhler als Zugpferd gilt. Der 64-Jährige Landwirt und ehemalige Präsident des Schweizerischen Bauernverbands sitzt seit 1999 im Nationalrat, den er 2012 präsidierte. 2008 wurde Walter als unfreiwilliger Sprengkandidat gegen Ueli Maurer beinahe als Nachfolger von Samuel Schmid in den Bundesrat gewählt. 2011 kandidierte er für den Bundesrat - als Ersatz für Bruno Zuppiger. Zuppiger musste damals seine Kandidatur zurückziehen wegen einer Veruntreuung, für die er später verurteilt wurde.

Eberle wieder in den Ständerat

Für den Ständerat haben die SVP-Delegierten am Donnerstagabend Roland Eberle nominiert, der vor vier Jahren als Nachfolger von Hermann Bürgi (SVP) gewählt wurde. Der selbständige Unternehmer wohnt in Weinfelden, ist 1953 geboren und war von 1994 bis 2007 Thurgauer Regierungsrat. Er sitzt zusammen mit Brigitte Häberli (CVP) für den Thurgau im Ständerat.