Urner Parteien bringen sich für Ständeratswahlen in Position

Der Urner GLP-Ständerat Markus Stadler tritt bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst nicht mehr an. Damit bietet sich der CVP die Chance, ihren verlorenen zweiten Ständeratsitz zurück zu erobern. Aber auch FDP-Finanzdirektor Josef Dittli schliesst eine Kandidatur nicht aus.

Bis vor wenigen Jahren gab es für die Urner Vertretung in Bundesbern eine klare Ordnung: Die zwei Ständeratsitze besetzte die CVP, die FDP stellte den Nationalrat. Im Jahr 2010 eroberte der parteilose Regierungsrat Markus Stadler einen Ständeratsitz, er schloss sich später den Grünliberalen an.

Am Freitag erklärte Stadler, dass er aufhören werde. Damit ist die Ausgangslage für die eidgenössischen Wahlen im Herbst wieder offen. Die CVP als stärkste Urner Partei werde eine Doppelkandidatur für den Ständerat sicher prüfen, sagt Partei-Präsidentin Christine Widmer Baumann gegenüber Radio SRF.

Heidi Zgraggen will nicht

Sicher ist, dass der amtierende CVP-Ständerat Isidor Baumann nochmals antritt. Eine mögliche zweite CVP-Kandidatin, Regierungsrätin Heidi Zgraggen, will hingegen nicht kandidieren. Sie hatte sich schon mal als Ständerätin beworben, die Wahl aber nicht geschafft. Heute sei die Ausgangslage anders: «Als gewählte Frau Landammann bin ich voll ausgelastet», erklärt sie.

Die CVP will sich auch mit der FDP absprechen. Die FDP will den Sitz ihrer abtretenden Nationalrätin Gabi Huber verteidigen. Für ihren Sitz hat FDP-Regierungsrat Josef Dittli bereits sein Interesse angemeldet. Er könne sich allenfalls aber auch eine Kandidatur für den Ständerat vorstellen, sagt Josef Dittli. Noch offen ist, ob SVP und SP sich im Urner Ständeratswahlkampf beteiligen werden.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr