Alle gegen die CVP bei den Walliser Ständeratswahlen

Bei den Ständeratswahlen steht im Wallis die Frage im Zentrum, ob es die CVP wieder schafft, beide Ständeräte zu stellen. Dies mit einem Wähleranteil, der bei den letzten Wahlen auf rund 40 Prozent abgesunken ist.

Vor drei Jahren schafften es die anderen Gruppierungen nicht, der CVP mit einem Bündnis einen Sitz abzunehmen. Ein solches Bündnis zeichnet sich auch jetzt für die kommenden Wahlen noch nicht ab.

Erwartet wird, dass sich der amtierende Ständerat Jean-René Fournier für eine weitere Amtszeit stellt. Nicht mehr antreten wird aber René Imoberdorf von der CSP-Oberwallis. Er muss entsprechend einem CVP-internen Turnus einem Kandidaten der CVP Oberwallis Platz machen. Diese hat allerdings noch keinen Kandidaten bestimmt.

Ein Sitz mehr im Nationalrat

Der Kanton Wallis hat entsprechend seiner Bevölkerungszunahme einen Nationalrats-Sitz dazu gewonnen und kann jetzt acht Nationalräte nach Bern schicken. Die zentrale Frage bei den kommenden Wahlen ist natürlich: wer gewinnt diesen zusätzlichen Sitz. Hoffnung machen sich vor allem die CVP und die SVP. Die CVP hat 2011 sehr knapp ihren vierten Sitz (jenen der CSP-Oberwallis) an die SP verloren. Sie ist also am nächsten an einem zusätzlichen Sitz.

Allerdings hat die CVP in den letzten Jahren von Wahl zu Wahl Wähleranteile verloren, bei den Wahlen 2011 sogar rund 5 Prozent. Die SVP andererseits hat in den letzten Jahren massiv Wähleranteile dazugewonnen. Sie macht sich darum Hoffnung auf diesen zusätzlichen Sitz. Die SP, die vor drei Jahren nur sehr knapp den zweiten Sitz holte, macht sich da wenig Hoffnung. Die FDP stagniert seit Jahren und dürfte auch wenig Chancen auf diesen achten Sitz haben.