Absage der Zürcher SVP an Schulterschluss mit der FDP

Der Zürcher FDP-Ständeratskandidat Ruedi Noser soll ohne Unterstützung der SVP in die Wahlen ziehen. Das sagte Parteipräsident Alfred Heer am Rande der Nomination ihres Ständeratskandidaten Hans-Ueli Vogt. Aufgrund der inhaltlichen Differenzen könne man nun «schonungslos» auf die FDP losgehen.

Zwischen den Potraits von SVP-Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt (links) und FDP-Kandidat Ruedi Noser verläuft ein Bruch.

Bildlegende: Keine geeinte bürgerliche Stimme: Vogt und Noser dürften im Zürcher Ständeratswahlkampf als Gegner auftreten. Keystone / Fotomontage: SRF

Der Graben zwischen der Zürcher SVP und der FDP scheint tief. Von einer ungeteilten bürgerlichen Standesstimme, welche jahrelang von den beiden Parteien propagiert wurde, ist ein halbes Jahr vor den Eidgenössischen Wahlen nichts mehr zu hören. Ganz im Gegenteil. SVP-Parteipräsident und Nationalrat Alfred Heer wählte am Rande der Delegiertenversammlung vom Dienstagabend gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» deutliche Worte.

«  Ruedi Noser ist ein Euroturbo und marschierte bei Fragen der Energiewende immer halb-links. »

Alfred Heer
SVP-Parteipräsident des Kantons Zürich

Zuvor hatte sich schon die FDP klar vom Ständeratskandidaten der SVP, Hans-Ueli Vogt, distanziert. Nach den Zürcher Kantonsratswahlen, bei der die FDP als grosse Gewinnerin hervorging, sagte Parteipräsident Beat Walti: «Ohne genügender inhaltlicher Übereinstimmung und passender Persönlichkeit wird es sicher keine Unterstützung der FDP geben.» Walti spielte dabei auf Vogts Rolle als Erfinder der Völkerrechts-Initiative an.