Der Professor mit dem harten «Grind»

Hans-Ueli Vogt soll für die Zürcher SVP in den Ständerat. Mit Applaus haben die SVP-Delegierten den 45-jährigen Rechtsprofessor in Obfelden zu ihrem Kandidaten gekürt. Im Wahlkampf will Vogt den «Grind» hinhalten für die Schweiz und den Kanton Zürich, wie er sagt.

Ein Mann vor einer roten Fahne.

Bildlegende: Legte sich an der Delegiertenversammlung ins Zeug: SVP-Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt. Keystone

Er sei gewappnet für den harten Wahlkampf um das «Stöckli», sagte Hans-Ueli Vogt am Dienstagabend an der SVP-Delegiertenversammlung in Obfelden. Er wolle den 2007 verloren gegangenen Ständeratssitz für die SVP zurückerobern. Um bei den Wahlen im Herbst Erfolg zu haben, muss Vogt aber vor allem auch in der Mitte punkten. Dabei könnte ihm seine Rolle als «Vater» der Initiative «Landesrecht vor Völkerrecht» schaden, die bis weit ins bürgerliche Lager auf Ablehnung stösst.

Initiative sei nicht extrem

Hans-Ueli Vogt wehrt sich jedoch gegen die Darstellung, extreme Positionen zu vertreten. «Die Initiative will einfach den Grundsatz festhalten, dass die Schweiz selber bestimmt, was in der Schweiz gilt.»

Dies sei keine Extremposition. «Auch FDP- und Mitte-Wähler können erkennen, dass dies ein wichtiges Anliegen ist», sagt der 45-jährige Jurist. Er hoffe nun, dass er bis im Herbst genau diese Wähler von seiner Kandidatur überzeugen könne.