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Internationale Spitze 16 Milliarden für Forschung und Entwicklung

Wissen ist der wichtigste Rohstoff der Schweiz, heisst es oft. Dass das keine Floskel ist, belegen neueste Zahlen.

Legende: Audio Schweiz mischt vorne mit abspielen. Laufzeit 11:36 Minuten.
11:36 min, aus Info 3 vom 12.01.2017.

Die Zahlen: Die Unternehmen in der Schweiz haben 2015 über 15 Milliarden Franken in Forschung und Entwicklung investiert. Gegenüber dem Jahr 2012, als die Forschungsausgaben letztmals untersucht wurden, ist das ein Anstieg um zehn Prozent.

Die Konkurrenz: Die Schweizer Unternehmen müssen den internationalen Vergleich nicht scheuen, erklärt Georges-Simon Ulrich, der Direktor des Bundesamtes für Statistik: «Nur Israel, Südkorea und Japan geben [gemessen am Bruttoinlandprodukt] mehr Geld für Forschung und Entwicklung aus. Das ist ein hervorragendes Ergebnis.»

Legende:
Ausgaben für Forschung und Entwicklung seit 2000 Angaben in Millionen Franken pro Jahr. (Quelle: BFS) bfs

Pharmas traditionell vorne: Je nach Branche gibt es in der Schweiz aber grosse Unterschiede: «35 Prozent der Ausgaben werden in der Pharmabranche getätigt. Das ist nicht neu, und auch historisch bedingt», so Ulrich vom BfS. Denn für die Entwicklung von Medikamenten braucht es besonders viel Forschungsarbeit. Aber auch andere Branchen haben ihre Investitionen spürbar gesteigert, so etwa der Informations- und Kommunikationstechnologie-Bereich und die Chemie-Branche.

Forscher füllt mit eine Flüssigkeit in Röhrchen ab.
Legende: Die Aufwendungen der Schweizer Unternehmen sind seit der letzten Erhebung um 10 Prozent angestiegen. Keystone

Lebendiger Forschungsplatz: Dass die Schweizer Unternehmen insgesamt so viel in die Forschung investieren, freut auch Rudolf Minsch, den Chefökonomen des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse: «Der Forschungsplatz Schweiz lebt. Trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen der letzten Jahre. Das ist sehr wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft und unseren Wohlstand.»

Kleiner Wermutstropfen: Für das Wachstum bei den Forschungs- und Entwicklungsausgaben sind vor allem mittlere und grosse Unternehmen verantwortlich, so Minsch. So hätten die kleinen Unternehmen bis 50 Mitarbeiter ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit deutlich reduziert im Vergleich zur letzten Erhebung 2012. Das sei wohl der Frankenstärke und den letzten wirschaftlichen Schwierigkeiten geschuldet, so Minsch.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Milliarden CH Volks-Steuergelder, "versickern" jährlich unkontrolliert im difusen, da absolut unübersichtlich, sogenannten "Forschungs- und Entwicklungs-Urwald" der CH.... unkontrolliert, ohne jegliche, détaillierte Offenlegung beim Volk....Das sind lukrative Jobs - natürlich im oberen Segment......
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Kleiner Wermutstropfen: Die Untern. bis 50 Mitarb. hätten die Entwicklungsarbeiten deutlich reduziert ! Warum wohl ihr klugen NR- und BRäte ? Weil sie schlicht ums Überleben zu kämpfen haben aber das betrifft 80% der gesamten Firmen und Volkschwirtschaft in der CH ! Also BR wollt ihr so weiter machen ?Mir graut es vor den nächsten Jahren wenn es weiter so abwärts geht .Ich empfehle euch dringend, endlich über die Bücher zu gehen und nicht alles schön reden . (Die CH seien die Besten w.l.noch ? )
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Milliarden in Forschung und Wissenschaft und Entwicklung verschleudern! Auf Kosten der Welt! Welche Forschung, Wissenschaft, Entwicklung - für wen und wofür? Man beachte die aktuelle, allgegenwärtige Zerstörung der Weltsituation betreffend Natur, Tier und Mensch - wofür bezahlen wir also Milliarden an Forschung, Wissenschaft, Entwicklung???
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