2,3 Milliarden für Börsengang von Hotelkette Hilton

Die traditionsreiche Hotelkette Hilton will mit dem grössten Börsengang in der Branchengeschichte etwa 2,3 Milliarden Dollar einnehmen. Mit dem Geld wird Hilton einen Teil der Schulden zurückzahlen.

Das vom Finanzinvestor Blackstone kontrollierte US-Unternehmen Hilton setzte den Ausgabepreis für die Aktie bei 20 Dollar fest, was im Rahmen der erwarteten Spanne liegt. Damit hat Hilton Worldwide einen Börsenwert von insgesamt knapp 20 Milliarden Dollar.

Etwa 2,3 Milliarden Dollar bringt dieser Börsengang ein. Mit dem Geld will Hilton einen Teil seiner Schulden zurückzahlen. Blackstone will den Börsengang zu einem Teilausstieg aus dem Unternehmen nutzen und wird im besten Fall rund die Hälfte des Erlöses bekommen.

Grösster Börsengang

Es handelt sich um den grössten Börsengang der Branchengeschichte in den USA. Die Neuemission übertrumpft das Börsendebut des Kurznachrichtendienstes Twitter von Anfang November mit 1,8 Milliarden Dollar. Den grössten US-Börsengang in diesem Jahr hatte der Pipeline-Betreiber Plains GP Holdings mit einem Erlös von 2,82 Milliarden Dollar hingelegt.

Hilton-Hotel in New York

Bildlegende: Blackstone hatte Hilton 2007 kurz vor dem Platzen der Immobilienblase für den Rekordpreis von 26 Mrd. Dollar gekauft. Keystone

Die 1919 von Conrad Hilton gegründete Hotelkette wurde 2007 vom Finanzinvestor Blackrock übernommen. Sie betreibt mehr als 4000 Häuser mit rund 660'000 Zimmern in 90 Ländern. Zum Imperium gehören zehn verschiedene Marken wie die Luxus-Hotels Waldorf Astoria mit dem berühmten Ableger in New York, DoubleTree, Embassy Suites, Homewood Suites und Hampton Inn.