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Wirtschaft 300 Reichste der Schweiz sind nochmals reicher geworden

Die 300 reichsten Personen der Schweiz besitzen zusammen fast 590 Milliarden Franken – 25 Milliarden mehr als im Vorjahr. An den drei Top-Positionen hat sich nichts verändert, wie die Reichsten-Liste der «Bilanz» für das Jahr 2014 zeigt.

Die 300 reichsten Personen der Schweiz haben in diesem Jahr 25 Milliarden Franken dazugewonnen. Ihr Vermögen ist damit auf den neuen Rekordstand von 589 Milliarden Franken angeschwollen, wie die jährliche Erhebung des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» zeigt.

Damit besitzen die 300 Reichsten fast soviel, wie die Schweiz in einem Jahr insgesamt erwirtschaftet, wie die «Bilanz» in ihrer Spezialausgabe schreibt. Der diesjährige Vermögenszuwachs ist hauptsächlich auf die gute Börsenstimmung zurückzuführen. Mit einem Plus von 4,4 Prozent fiel der Zuwachs jedoch geringer aus als im Vorjahr, als die Vermögen um 10 Prozent zugelegt hatten.

Beinahe jeder zweite der 300 Wohlhabendsten ist aus dem Ausland zugezogen. Vor allem den Deutschen behagt offenbar das meteorologische und steuerliche Klima in der Schweiz. Weltweit werden insgesamt 2039 Milliardäre und 286 Milliardärinnen gezählt. Mit 133 Milliardären wohnt jeder 17. Schwerreiche in der Schweiz.

Söhne von Ikea-Gründer auf Platz 1

Bereits zum dreizehnten Mal behauptet sich die Familie Kamprad mit einem Vermögen zwischen 42 und 43 Milliarden Franken an der Spitze. Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad lebt zwar nicht mehr in der Schweiz, aber seine Söhne, die heute den Möbelgiganten leiten, besitzen den Schweizer Pass.

An zweiter Stelle folgen wie schon im letzten Jahr die Familien Hoffmann und Oeri. Die Besitzerfamilien des Pharmaunternehmens Roche profitieren vom Dauerhöhenflug der Roche-Aktie. Allein in den letzten zwölf Monaten ist ihr Besitzstand laut «Bilanz» um vier Milliarden auf 26 bis 27 Milliarden Franken gewachsen.

Auch auf Platz drei gab es keine Veränderung. Der Brasilien-Schweizer Jorge Paulo Lemann kommt auf 25 bis 26 Milliarden Franken. Mit einem Plus von satten fünf Milliarden Franken verzeichnet der Grossinvestor den grössten Zuwachs aller 300 Reichsten.

Wie schon im Vorjahr sind auch in diesem Jahr Beteiligungen an russischen Unternehmen für den grössten Abstieg verantwortlich. So verlor der Wahlgenfer Gennadi Timtschenko zwei Milliarden Franken, weil ihm die Ukrainekrise den Wert seiner Beteiligungen in Russland zerzaust hat.

Michelle Hunziker neu im Club der Reichsten

Die Liste der Gut-Betuchten verzeichnete in diesem Jahr auch einige prominente Neuzugänge. So gehört nun auch Michelle Hunziker zum exklusiven Club der Reichsten. Sie ist durch die Heirat mit dem italienischen Modehauserben Tomaso Trussardi zur Mitbesitzerin eines Vermögens von 200 bis 250 Millionen Franken geworden.

Mit 100 bis 150 Millionen Franken hat sich auch Sebastian Vettel auf einen der dreihundert goldigen Startplätze geschoben. Vor Sport aber hinter Glamour ist neu mit Dieter Meier auch die Kultur auf der Liste der Reichsten vertreten, mit einem Vermögen von 175 Millionen Franken.

Ranglisten seit 1989

1989 veröffentlichte die «Bilanz» ihr erste Rangliste der Reichsten, die damals jedoch nur die «Top 100» umfasste. Sie vereinigten ein Vermögen von 66 Milliarden Franken auf sich. Heute verfügen allein die zwei Reichsten mit 69 Milliarden Franken über mehr Vermögen.

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56 Kommentare

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  • Kommentar von Vreni Müller, Chur
    Immer diese Neiddebatten gegen Reiche. Gäbe es keine Reichen dann wären alle Arm.
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    1. Antwort von M. Haener, Büsserach
      Machen sie lieber ihre Hausaufgaben und informieren sie sich darüber, wie 99% der Menschheit durch dieses System betrogen werden.
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    2. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Ja, immer diese Neiddebatte. Reich durch besondere Leistungen ist kein Problem. Das Problem ist ein sinnloser Reichtum bei Wenigen, welcher nur dank extremer Aneignung fremder Leistungen möglich ist. Und das Problem sind nicht die Reichen, sondern die Rahmenbedingungen, welche solche Zustände aufkommen lassen.
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    3. Antwort von Thomas Treichler, Honolulu
      Ziel der Sozis und Kommunisten ist die institutionelle Armut. Erstaunlich dass es solche Leute immer noch gibt!
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    4. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ T. Treichsler: schon mal nach Amerika geschaut? Wie viele (ca. 50 Mio) nach der Krise in die absolute Armut absanken und von Essensmarken überlebten? Kritik am Kapitalismus ist nicht = Sozialismus oder Kommunismus. Es gibt auch marktwirtschaftlich orientierte Kritiker, welche Reformen verlangen, weil das System so nicht auf Dauer funktionieren kann.
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    5. Antwort von Thomas Treichler, Honolulu
      H.Bernoulli: Ich bin seit 40 Jahren in Amerika und kenne die Verhaeltnisse bestens. Die freie Marktwirtschaft unter der Pax Americana hat enormen Wohlstand in die ganze Welt gebracht, zuletzt in China, ein ehemaliges Armenhaus. Gewiss gibt es ueberall immer noch Armut, hat aber mit dem freien Marktwitschaftssystem nichts zu tun. Die 40 mio Armen in USA sind groesstenteils Minoritaeten die in keinem Wirtschaftssystem arbeitsfaehig waeren. Die Kritiker am System sind verkappte Sozialisten.
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Die Reichen sollen sich bald Gedanken machen , wie sie ihren Milliarden Reichtum für Friedenszwecke einsetzen - sonst könnte es ihnen irgend wann abhanden kommen -denn mitnehmen kann keiner etwas und mehr als Essen und Trinken im 5 Sterne-Hotel kann auch keiner. Aber wenn das Ego unter den 300 Hundert sein will , muss man sparen wie Herr Kamprat oder ? Wie ich feststelle , kann keiner mehr wie 10 Millionen verbrauchen - es sei denn, der Reichtum liegt nicht im Gehirn verankert .
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  • Kommentar von M. Haener, Büsserach
    Nein aber auch, so ein Zufall, wer hätte das gedacht. Ps: Geldadel ist Gift für die Demokratie.
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