ABB Schweiz schliesst Werk wegen Krise im Marinebereich

Die Krise im Marinebereich fordert auch in der Schweiz Opfer. Die ABB Turbo Systems AG baut 145 Stellen ab. Der Spezialist für die Aufladung von Diesel- und Gasmotoren schliesst eines von drei Werken. Ziel: Die Wettbewerbsfähigkeit wieder erhöhen.

Für die Betroffenen besteht ein Sozialplan, wie ABB mitteilte. Die Massnahmen sollen bis Mitte 2014 schrittweise umgesetzt werden. Mit der Konzentration auf die Standorte im Aargau (Klingnau und Baden) will ABB Turbo Systems die Wettbewerbsfähigkeit wieder erhöhen. Geschlossen wird das Werk in Deitingen (SO). Vom Abbau betroffen sind Personen aus allen drei Werken.

Die Krise der Schiffstransporter hatte 2012 massive Bestellungsrückgange zur Folge. Man habe auf diese Entwicklung mit dem Abbau von Überstunden und Ferienguthaben, dem Transfer von Mitarbeitenden innerhalb der Schweiz sowie der Rückverlagerung von auswärts gefertigten Komponenten reagiert.
 
Eine Analyse der Geschäftsaussichten habe jedoch gezeigt, dass die bisher getroffenen Massnahmen nicht ausreichen, um die Kapazitäten dem mittelfristig zu erwartenden Auftragsvolumen anzupassen.

Sozialplan soll helfen

Mit der frühzeitigen Information der Mitarbeitenden soll diesen ermöglicht werden, genügend Zeit für die Stellensuche zu bekommen.
 
Die ABB Turbo Systems AG ist laut eigenen Angaben Weltmarktführer für die Aufladung von Diesel- und Gasmotoren mittels Abgasturboladern im Leistungsbereich oberhalb von 500 Kilowatt.