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Wirtschaft Abgas-Skandal: VW kann in den USA aufatmen

Volkswagen und die US-Behörden haben sich im Abgas-Streit auf einen Kompromiss geeinigt, wie die Affäre um die Abgassteuerungs-Software bereinigt werden soll. Offenbar sollen die betroffenen Autofahrer entschädigt werden.

Legende: Video Einigungsvorschlag zwischen VW und den USA abspielen. Laufzeit 0:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.04.2016.

Im Streit um die Beilegung der Affäre um gefälschte Abgaswerte bei Volkswagen in den USA zeichnet sich eine Lösung ab: US-Behörden, Sammelkläger und ein Richter haben den Eckpfeilern einer möglichen Einigung zugestimmt.

Damit ist die grösste Gefahr für den deutschen Autohesteller in den USA vorerst gebannt: VW hat nun die Möglichkeit, mit Behörden und Sammelklägern Vergleiche auszuhandeln.

Nur für Autos mit 2-Liter-Motoren

Die Lösung umfasse die Option, dass VW einen Grossteil der betroffenen Dieselwagen zurückkaufe und «substanziellen Schadensersatz» an die Besitzer zahle, hatte der zuständige Richter vor der Anhörung in San Francisco gesagt. Es gehe zunächst um die rund 480'000 in den USA von der Affäre um manipulierte Emissionswerte betroffenen VW-Diesel mit 2,0-Liter-Motoren.

Eine Einigung für alle der fast 600'000 Dieselwagen – dazu zählen auch noch etliche Fahrzeuge mit grösseren 3,0-Liter-Motoren – stehe noch aus.Die Grundsatzeinigung gelte nur für die USA, sagte ein Konzernsprecher: Die Regelung werde in Verfahren ausserhalb der USA keine rechtliche Wirkung haben.

Kosten für VW noch offen

Unklar ist bisher, wie teuer die Lösung für VW wird. Die Zeitung «Welt» hat unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, jeder Halter eines mit der Betrugs-Software ausgestatteten VW-Modells in den USA erhalte 5000 Dollar.

Der zuständige Richter für hunderte Zivilklagen wegen Verstössen gegen US-Gesetze hat bis Donnerstag eine Lösung verlangt. Er hatte VW und der US-Umweltbehörde EPA eine Frist dafür gesetzt, die schon ein Mal verlängert worden war.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Yves Burkhardt (YB)
    Im Besonderen in der Schweiz ist nix geregelt,ausser drei schwülstigen Briefen die ich seit der Skandalaufdeckung und dem Beschiss von der AMAG erhielt. Ich werde jetzt aber in den nächsten Tagen noch Anzeige wegen Betrug erstatten, siehe auch https://www.konsumentenschutz.ch/themen/beschwerden-und-klagen/abgasskandal-amag-beschoenigt-und-wiegelt-ab/
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Da sind Sie etwas spät dran....
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Wenn man sich einigt, sollte nichts mehr offen sein.... Und eine Option, dass man etwas tun würde ist keine substanzielle Einigung, sondern Wischiwaschi. Das zeigt auch der Umstand, dass VW immer noch nicht sagen kann, was der Zirkus kostet. Das ist eine arrogante, überhebliche Verhöhnung der VW Aktionäre von Seiten der VW-Führung. Absolut nicht tolerierbar.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Bisher eine akzeptable Bestrafung. Es wird wahrscheinlich noch Etwas nachkommen. Wieviel bekommen die Anwälte und die verschiedenen US-Behörden. Europäische Kunden dürfen/sollen/müssen vermutlich aus Patriotismus/Ökonomie auf so viel Großzügigkeit verzichten. Wenn sie Glück haben, wird ein Teil der Fahrzeuge umgerüstet. Manche sind halt gleicher als Andere. wie im normalen Leben. Die Macht des Stärkeren gilt nach wie vor. Schwache Konsumenten ziehen die A*karte.
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