Abschreibungen knicken ABB den Gewinn

ABB hat 2012 noch 2,7 Milliarden Dollar Reingewinn gemacht. Das ist ein Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptverantwortlich waren Abschreiber und Kosten für eine angekündigte Neuausrichtung. Das Chinageschäft sorgt allerdings für Zuversicht.

Ein Mann arbeitet an einer Elektro-Installation.

Bildlegende: Trotz steigendem Umsatz: Abschreibungen führten bei ABB letztes Jahr zu einem Rückgang beim Reingewinn. Keystone

ABB hat 2012 deutlich weniger verdient. Der Reingewinn des Elektrotechnik- und Automationskonzerns sank um 15 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Dazu trugen Abschreiber und die Kosten von rund 350 Millionen Dollar für die angekündigte Neuausrichtung der Division Energietechniksysteme bei.

Trotz angespannter Weltkonjunktur stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 39,4 Milliarden Dollar. Der Auftragseingang stagnierte hingegen bei 40,2 Milliarden Dollar.

Weitere Kostensenkungen angestrebt

Zum Jahresende spürte ABB eine anhaltende Zurückhaltung bei den öffentlichen Ausgaben. Zudem seien mit Blick auf die kurzfristige Wachstumsdynamik in Europa und den USA sowie auf die Konjunkturerholung viele Fragen offen, erklärte Konzernchef Joe Hogan.


Hochs und Tiefs während 25 Jahren ABB

4:33 min, aus Echo der Zeit vom 14.02.2013

Hogan bekräftigte das Ziel, weiterhin jährliche Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen von 3 bis 5 Prozent der Umsatzkosten zu erzielen.

China ist ein Lichtblick

Für 2013 sieht Hogan insgesamt eine unsichere Wirtschaftslage. Es werde wichtig sein, die Balance zwischen Wachstum und Kostensenkungen im Gleichgewicht zu behalten, sagte er in einer auf der Internetseite des Unternehmens publizierten Videobotschaft. Sehr wichtig bleibe auch der Fokus auf dem Service-Geschäft.

Ferner zeigte sich der ABB-CEO für den wichtigen Markt in China zuversichtlich. «Ich bin mit Blick auf China im Jahr 2013 optimistisch eingestellt», äusserte sich Hogan in der internen Videobotschaft.