Absprachen über Nahrungsmittel: 20-Millionen-Busse für Nestlé

Nestlé muss rund 20 Millionen Euro Busse zahlen. Grund: Unerlaubter Austausch von Geschäftsinformationen. Die Mitkonkurrenten wurden bereits zu einer Gesamtbusse von 38 Millionen Euro verdonnert.

In einem Kartellverfahren in Deutschland wegen unerlaubter Preisabsprachen ist Nestlé nun verurteilt worden: Das deutsche Kartellamt verhängte gegen den Schweizer Konzern ein Bussgeld von 20 Mio. Euro, wie die Behörde mitteilte.

Grund für den verglichen mit den Konkurrenten Kraft Foods, Unilever und Dr. Oetker aufgebrummten Bussgeldern geringen Betrag sei die Kooperation Nestlés. Der Nahrungsmittelmulti arbeitete mit den Behörden bei der Aufklärung der Vorwürfe zusammen.

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Bildlegende: Nestlé wird zu einer Millionen-Strafe verbrummt. Keystone

Beim Verfahren ging es um Treffen von Vertriebsmitarbeitern der Firmen. Bei diesen wurde über mehrere Jahre hinweg gegenseitig über den Verlauf von Verhandlungen mit Detailhändlern informiert und über beabsichtigte Preiserhöhungen gesprochen.

Laut deutschem Kartellamt, handelte es sich bei den Treffen zwar nicht um klassische Kartellabsprachen. Der Wettbewerb bei Süsswaren, Heissgetränken, Tiernahrung und Tiefkühlpizze sei dadurch aber dennoch stark beeinträchtigt worden.

In gleicher Sache waren im Jahr 2011 gegen Kraft Foods Deutschland, Unilever Deutschland und die Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG inzwischen bereits rechtskräftige Bussgelder in einer Gesamthöhe von rund 38 Mio. Euro verhängt worden.