Actelion-Aktionäre lehnen Managerlöhne ab

Letzte Woche Julius Bär, diese Woche bekommt das Management des Biotechnologieunternehmens Actelion einen Denkzettel verpasst.

Actelion-Hauptsitz in Basel.

Bildlegende: Actelion hat seinen Hauptsitz in Allschwil/BL. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet. Reuters

Das Resultat fiel eindeutig aus. Mit einer Mehrheit von 60 Prozent haben die Actelion-Aktionäre den Vergütungsbericht abgelehnt.

Eine Woche nach der Privatbank Julius Bär sprachen sich damit zum zweiten Mal die Eigentümer eines Schweizer Grossunternehmens in einem nicht bindenden Votum gegen die Löhne des Top-Managements aus.

Wie weiter nach der Schlappe?

Der Verwaltungsrat sei von dem Abstimmungsergebnis enttäuscht, aber nicht entmutigt, sagte Präsident Jean-Pierre Garnier. «Wir werden den Dialog mit unseren Aktionären fortsetzen, um wirklich ein Vergütungssystem zu entwickeln und zu implementieren, das dem heutigen Umfeld sowie den Bedürfnissen des Unternehmens und seiner Eigentümer entspricht», erklärte er.

Wichtige Aktionäre Actelions sind unter anderem Fondsgesellschaften Orbis, Blackrock und Lazard Asset Managers. Ausschlaggebend für die deutliche Ablehnung dürfte die Empfehlung der einflussreichen US-Aktionärsberater ISS und Glass Lewis gewesen sein. Aber auch die Schweizer Berater Ethos und Actares haben zur Ablehnung geraten.

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Schweizer Aktionärsfrühling

3:27 min, aus ECO vom 15.4.2013