Adecco wächst munter weiter

Der Brexit-Entscheid und andere wirtschaftliche Turbulenzen können dem weltweit grössten Personalvermittler nichts anhaben. Der Gewinn liegt sieben Prozent höher als im Vorjahr.

Adecco-Logo an einem Haus

Bildlegende: Der weltweit grösste Personalvermittler hat Erfolg. Das Umsatzwachstum ist gleich hoch, wie zu Beginn des Jahres. Keystone

Der weltgrösste Personalvermittler Adecco ist im zweiten Quartal trotz Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Brexit-Entscheid und negativen Währungseinflüssen weiter gewachsen.

Das Wachstum fiel mit vier Prozent genauso hoch aus wie im ersten Quartal. Der Umsatz stieg auf 5,696 Milliarden Euro, wie der Konzern mit Sitz in Glattbrugg bei Zürich mitteilte. Unter dem Strich verblieben dem Weltmarktführer mit 190 Millionen Euro um sieben Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr.


Vier Prozent Wachstum für Adecco

3:46 min, aus SRF 4 News aktuell vom 10.08.2016

Starkes Wachstum auf Iberischer Halbinsel

Adecco konnte in allen Geschäftssegmenten wachsen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nach Ländern betrachtet lief es auf der iberischen Halbinsel besonders gut (+11 Prozent). In Nordamerika hingegen, dem zweitgrössten Markt, ging der Umsatz zurück.

Adecco hat damit die Erwartungen der Analysten erfüllt. Diese hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 188 Millionen Euro und einem Umsatz von 5,7 Milliarden Euro gerechnet.

Personalvermittler geben Hinweise auf wirtschaftliche Entwicklung

Die Aussichten für die Weltwirtschaft blieben ungewiss. Im Juli sei das Wachstum ähnlich gewesen wie im Juni. Adecco wolle mindestens so stark wachsen wie die Hauptkonkurrenten Manpower und Randstad. Der Konzern bekräftigte das Ziel, über den Konjunkturzyklus hinweg eine Ebita-Marge (Betriebsgewinn) von 4,5 bis fünf Prozent erreichen zu wollen.

Das Wachstum von Adecco ist ein gutes Zeichen für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Geschäftsentwicklung von grossen Personalvermittlern birgt nämlich Hinweise für wirtschaftliche Prosperität: Zieht das Geschäft bei den Unternehmen an, sind in erster Linie Temporärmitarbeiter gefragt.