Zum Inhalt springen
Inhalt

Wirtschaft Aderlass bei Sonova

Die im zürcherischen Stäfa ansässige Sonova will einen Teil ihrer Produktion auslagern. Zum Zug kommen Grossbritannien und China. Damit gehen 100 Stellen in der Schweiz verloren. Zudem kündigte der Hörgerätehersteller eine Akquisition in Deutschland an.

Legende: Video Sonova verlagert Stellen abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.03.2015.

Der Hörgerätehersteller Sonova plant einen Teil der Produktion nach Grossbritannien und China auszulagern. Von der Verlagerung betroffen sind 100 Stellen in der Schweiz.

Hörgeräteteile
Legende: Die Sonova erwartet trotz einer Abfederung einige Entlassungen. Reuters

Mit dem Schritt will Sonova gemäss Mitteilung die Produktionskosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Die 100 Stellen sollen schrittweise im Laufe des kommenden Geschäftsjahrs in die bestehenden Sonova-Zentren in Grossbritannien und China verlagert werden. Sonova befinde sich keinesfalls in der Krise, sagt Geschäftsleiter Lukas Braunschweiler gegenüber SRF News. Der Frankenschock habe gewisse Prozesse etwas beschleunigt. Der Kern der Produktion bleibe aber auf alle Fälle in der Schweiz.

Trotz einer Abfederung erwartet der Verwaltungsrat einige Entlassungen in der Schweiz. Die Kosten für die Verlagerung seien im mittleren einstelligen Millionen-Bereich. Weiter teilt Sonova mit, dass die Gesamtlohnsumme für die in der Schweiz beschäftigten Kader und Mitarbeiter im laufenden Jahr nicht erhöht wird. «Das trifft mich wie auch jeden Mitarbeiter – da sind wir solidarisch», so Braunschweiler.

Stärkung der Marktposition in Deutschland

Das Unternehmen mit Sitz in Stäfa am Zürichsee will zudem seine Marktposition in Deutschland stärken. Dazu kauft es die Hansaton Akustik GmbH.

Hansaton zählt weltweit rund 200 Mitarbeiter und hat 2014 einen Umsatz von 42 Mio. Euro erzielt. Das 1957 gegründete Unternehmen entwickelt nach Angaben von Sonova ein umfangreiches Spektrum an Hörgeräten für eine grosse Bandbreite an Hörverlusten. Hansaton mit seiner Zentrale in Hamburg soll als unabhängiges Grosshandelsunternehmen weitergeführt werden. Über den Kaufpreis für Hansaton machte Sonova keine Angaben.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Frau Sommaruga, Jetzt MUSS der Verfassungsartikel zur Eindämmung der Zuwanderung schleunigst umgesetzt werden, nicht dass bis 2017 noch 160'000 Nasen einwandern. Denn durch die Auslagerung der Arbeitsplätze und die damit verbundenen Stellenverluste werden immer mehr Angestellte in die Arbeitslosen- und letztendlich in die Sozialversicherung abgeschoben, was unseren Bundesfinanzen nicht gerade dienlich ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Der Sonovaspitze ist wohl das Gehirn ver-rückt: Da bauen sie Stellen ab, verlagern diese u. a. ins billige China. Des starken Frankens wegen ist es für die Firma finanziell nicht mehr lohnenswert, die ganze Produktion in Stäfa zu behalten. Aber - anderseits KAUFEN sie eine Firma hinzu, mit dem Geld, welches sie durch die Auslagerung einsparen. Wie soll man da noch drauskommen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von F.Nanni, Nelspruit SA
    Hast Du dannnzumal Sonova im Ohr, weist Du, nur Dank der Ausnuetzung billigster Arbeitskraft in China ... und in der CH wurden uU einige Menschen ins Arbeitslosenelend gestuerzt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen